SP-Antrag

Landtag diskutiert über Hebammen-Mangel in OÖ

Der Hebammen-Mangel in Oberösterreich ist heute Thema im Gesundheitsausschuss des Landtags. Anlass ist ein SPÖ-Antrag zur „Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Hebammen und der medizinischen Versorgung von schwangeren Frauen in Oberösterreich“. Experten sind dazu eingeladen.

SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder begründet den Antrag so: „Die Anzahl der Geburten in Oberösterreich ist von 2009 bis 2019 um 15 Prozent auf rund 15.000 Geburten pro Jahr angestiegen. Dieser Geburtensteigerung steht jedoch ein Mangel an Hebammen gegenüber. So muss eine Hebamme in den oberösterreichischen Krankenanstalten in manchen Fällen bis zu drei Geburten gleichzeitig betreuen, anstatt – wie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen – eine Geburt.“ Auch außerhalb der Spitäler könne der Bedarf an Hebammen zum Teil nicht gedeckt werden.

Und die Zukunft ist düster: „Aufgrund von Pensionierungen und einer zu erwartenden Steigerung von Risikoschwangerschaften, wird sich die Situation in den kommenden Jahren wohl noch weiter verschärfen.“ Der SPÖ-Landtagsklub fordert eine Taskforce, die Handlungsempfehlungen hinsichtlich Ausbildungsplätzen, Dienstpostenplanung und Arbeitsbedingungen erarbeiten soll. Diskutiert wird das heute mit Vertreterinnen des Hebammengremiums, der FH Gesundheitsberufe, der Arbeiterkammer und der Gesundheitskasse.

ÖVP sieht Verbesserung
Einige Verbesserungen gebe es schon, sagte ÖVP-Abgeordnete Helena Kirchmayr im Vorfeld: „Die gesetzten Maßnahmen, wie finanzielle Besserstellung und kontinuierliche Steigerung der Hebammenstellen, sorgen für einen sehr positiven Trend bei den Arbeitsbedingungen für Hebammen, den wir auch künftig fortschreiben wollen.“

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Donnerstag, 05. August 2021
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