Gast "angezündet"

Fatale Feuershow: Verfahren gegen Kellner eingestellt

Tirol
02.02.2011 16:48
Ein Holländer hat in akuter Lebensgefahr geschwebt – und ohne ärztliche Versorgung wäre er wohl gestorben. Der 53-Jährige war im März 2009 in einer Bar im Zillertal, als seine Kleidung durch einen Fehler bei einer Feuershow in Brand geriet. Am Mittwoch wurde das Verfahren gegen den Barkeeper vorläufig eingestellt.

Der 46-jährige Kellner hatte seine Show schon oft vorgeführt. Früher in Spanien, nun in Fügen. Auch am 3. März 2009: Der Kellner schüttete 80-prozentigen Rum auf die lange Bar und zündete ihn an. Dann machte er einen entscheidenden Fehler: Er goss noch einmal nach. "Dadurch kam es zu einer Rückzündung in der Flasche und die Flüssigkeit explodierte", sagt ein Brandsachverständiger. Ein Feuerstrahl schoss aus der Flasche und traf einen Holländer am Arm. Sein Leibchen entzündete sich sofort. Der Mann erlitt schwere Verletzungen.

Am Mittwoch musste sich der Barkeeper am Innsbrucker Gericht wegen fahrlässiger Körperverletzung und Gefährdung der öffentlichen Sicherheit verantworten. Doch zur Verhängung einer Strafe kam es nicht. Der Richter stellte das Verfahren für eine Probezeit von zwei Jahren ein. Das Opfer bekommt 35.000 Euro zugesprochen – gedeckt durch eine Haftpflichtversicherung.

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