EM-Generalprobe

Slowakei bei Test gegen Österreich ohne Superstar

Die Slowakei muss am Sonntag bei ihrer Generalprobe für die Fußball-EM in Wien gegen Österreich ohne Kapitän Marek Hamsik auskommen. Der 33-Jährige sei nach seiner Wadenverletzung noch nicht wieder bei 100 Prozent, erklärte Teamchef Stefan Tarkovic am Samstagnachmittag in einer Pressekonferenz. „Es würde ein Risiko bedeuten, er wird daher morgen nicht spielen.“

Hamsik ist mit 126 Länderspielen und 26 Toren der international erfahrenste Akteur im slowakischen 26-Mann-Kader. Der frühere Offensivstar das SSC Napoli verdient sein Geld nach einem China-Abenteuer mittlerweile bei IFK Göteborg in Schweden. „Ich fühle mich immer besser“, sagte Hamsik. „Aber es sind immer noch nicht 100 Prozent, also muss ich vorsichtig sein.“ Ihr EM-Auftaktspiel bestreiten die Slowaken am 14. Juni in St. Petersburg gegen Polen.

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Abgesehen von seinem Kapitän will Tarkovic gegen Österreich die bestmögliche Mannschaft aufs Feld schicken. „Das ist eine Generalprobe, da kann man nicht mehr so viel herumexperimentieren“, meinte der slowakische Trainer. Damit ist er möglicherweise anderer Meinung als ÖFB-Teamchef Franco Foda, der laut eigenen Angaben aufgrund der hohen Belastung der vergangenen Wochen und Monate darüber nachdenkt, dem einen oder anderen Stammspieler vor der EM noch eine Pause zu gönnen.

„2021 ist sehr spezifisch, wir haben nur zwei Testspiele. Das ist nicht einfach“, erklärte Tarkovic. „Man kann nicht erst während eines Turniers etwas ausprobieren, es muss schon davor passiert sein.“ Die Österreicher würden aber definitiv eine starke Mannschaft aufs Feld schicken. „Sie haben sehr gute, sehr erfahrene Spieler.“ Der 48-Jährige hob den künftigen Real-Madrid-Profi David Alaba hervor. „Klar macht es einen Unterschied, ob auf einer Position Alaba spielt oder ein anderer Spieler. Aber das Prinzip ihres Spiels wird sich nicht verändern.“

Foda habe mit dem ÖFB-Team durch die lange Zusammenarbeit (seit Ende 2017) einen eigenen Charakter ausgearbeitet. „Sie sind stark im Kombinationsspiel, eine dominante Mannschaft, sehr selbstsicher“, meinte Tarkovic. „Sie spielen gut durch die Mitte und nutzen kleine Freiräume.“ Tarkovic selbst ist seit 2013 beim slowakischen Verband tätig, aber erst seit Oktober Teamchef. Er will auch in Wien auf Sieg spielen. „Man spielt jedes Spiel, um zu gewinnen. Das ist die Hauptsache.“ Die Partie sei aber auch wichtig, um vor der EM noch allfällige Schwächen zu erkennen.

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