31.05.2021 13:28 |

Plus von etwa 36%

Immobilienpreise gingen 2020 massiv nach oben

Die Durchschnittspreise für Immobilien zogen im Corona-Jahr 2020 weiter kräftig an. Der durchschnittliche Preis für Eigentumswohnungen betrug Berechnungen der Statistik Austria zufolge 3508 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, für Häuser 1739 Euro je Quadratmeter und für bebaubare Grundstücke 82 Euro je Quadratmeter.

„Die Immobilienpreise sind 2015 bis 2020 im Durchschnitt um 36 Prozent gestiegen“, gab Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Montag bekannt. Ein Grund hierfür sei die steigende Nachfrage, die von Bevölkerungswachstum und niedrigen Zinsen getrieben werde. „Insbesondere im begehrten urbanen Raum und in Tourismuszentren fallen die Preise hoch aus.“

Regionale Unterschiede enorm
Allein gegenüber dem Jahr davor legten die Preise für Wohnungen 2020 im österreichweiten Schnitt um 6,9 Prozent zu - Einfamilienhäuser verteuerten sich um durchschnittlich 6,4 Prozent. Die regionalen Unterschiede bei den Preisen sind freilich immens. Das gilt naturgemäß auch für Baugrundstücke, die preislich um 2,5 Prozent stiegen. Die teuersten Pflaster für Immobilien waren Wien, Salzburg, Vorarlberg und Tirol - hier lagen die Preise über sämtliche Objekttypen hinweg über dem österreichweiten Durchschnitt.

Häuser teilweise billiger als Wohnungen
Teilweise kosteten Häuser - auf den Quadratmeter umgerechnet - weniger als Wohnungen, da sich Eigentumswohnungen überwiegend in stärker nachgefragten Lagen wie etwa in Stadt- und Ortszentren befinden, wie die Statistiker erklärten. Doch auch die im Schnitt schlechtere Qualität der Häuser im Vergleich zu den Wohnungen erkläre die Preisdifferenz. Viele Objekte bedürften erheblicher Investitionen in Sanierung und Instandhaltung oder würden auf Kosten der Käufer abgerissen.

Tirol als teures Pflaster für Häuslbauer
Wie bei Wohnungen und Häusern ist auch bei Grundstücken vor allem die Lage für den Preis ausschlaggebend - besonders stark nachgefragt sind Lagen im städtischen Raum und in Tourismusgebieten. Ein beispielhaftes Haus kostete 2020 im Österreich-Schnitt rund 243.000 Euro - mit 140 Quadratmetern Wohnfläche auf einem 789 Quadratmeter großen Grundstück. In Tirol wiederum waren es 467.000 Euro, also fast das Doppelte. Besonders teuer: Kitzbühel, Reith, Lechberg, Fiss und Serfaus.

Döbling führt Ranking in Wien an
Auf den Rängen folgten Landeshauptstädte und Bezirke Wiens. In Innsbruck kostete der Quadratmeter Baufläche rund 1058 Euro und in Salzburg rund 905 Euro. In Wien lagen die Bezirke Döbling mit 1437 Euro und Währing mit 1103 Euro je Quadratmeter ganz vorne. Eisenstadt-Umgebung wies im Vergleich einen Durchschnittspreis von 115 Euro auf.

Grundstückspreise im Westen höher
Auch abseits der Tourismusregionen und der urbanen Zentren sind die Grundstückspreise in den westlichen Bundesländern Österreichs laut Statistik Austria „deutlich höher als in den flacheren östlichen Bundesländern“. Nahe beziehungsweise am Österreich-Schnitt lagen die Preise für Baugrundstücke in Niederösterreich und Oberösterreich mit 82 Euro und 80 Euro; unter dem Schnitt lagen sie in Kärnten (61 Euro), der Steiermark (54 Euro) und dem Burgenland (52 Euro), darüber in Wien, Salzburg, Vorarlberg und Tirol.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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