Feuer in Grabersdorf

120 Florianis leisteten nächtliche Schwerarbeit

Steiermark
22.01.2011 17:12
Wegen des starken Windes und Einsturzgefahr haben in der Nacht auf Samstag in Grabersdorf im Bezirk Feldbach zwölf Feuerwehren Schwerarbeit leisten müssen, um den Großbrand in einer Tischlerei unter Kontrolle zu bringen. Ein Drittel des Betriebes wurde durch die Flammen zerstört, das Wohnhaus konnte gerettet werden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Im Wohnhaus befanden sich Franz Sch., seine Ehefrau Anna und Tochter Michaela. Dem 65-Jährigen gehört die Tischlerei, die er seit 20 Jahren an Werner R. verpachtet hat. Kurz vor 23 Uhr brach das Feuer aus: "Wir haben schon alle geschlafen. Meine 26-jährige Tochter, die oben wohnt, ist wach geworden, weil es nach Rauch gerochen hat", berichtete die 58-jährige Anna Sch. am Samstag.

Mehrere 100.000 Euro Schaden
Ein Dutzend Feuerwehren aus den Bezirken Feldbach und Radkersburg rückten aus, Einsatzleiter war Franz Kazianschütz, der Feuerwehrkommandant und auch Bürgermeister von Grabersdorf: "Als wir eintrafen, war ein Teil des Gebäudes bereits in Vollbrand. Wir haben wegen des starken Windes drei Stunden gebraucht, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Nach einer weiteren Stunde haben wir 'Brand aus' gegeben." Die Arbeit der 120 Feuerwehrleute war sehr gefährlich, weil im Gebäude die Decken einstürzten. Der entstandene Gesamtschaden beträgt mehrere 100.000 Euro.

Kurzschluss durch defektes Stromkabel
Die Brandursache konnte vom Landeskriminalamt geklärt werden: "Am Dachboden ist durch ein defektes Stromkabel ein Kurzschluss entstanden", so Alexander Schantl von der Brandgruppe des Landeskriminalamts.

von Peter Riedler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Bild: Feuerwehr Pressedienst Karner

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