13.05.2021 06:00 |

Die Ferne ruft

Was uns im Urlaub im Ausland erwartet

Die Österreicher zieht es vermehrt wieder weiter weg. Dazu nehmen sie z.B. Masken-, Test- und Registrierungspflicht auf sich.

Urlaub daheim? Das finden die Österreicher zwar fein, nach mehr als einem Jahr Pandemie herrscht aber das große Fernweh: Laut einer Umfrage des Jobportals karriere.at unter 837 Arbeitnehmern planen heuer 44 Prozent einen Urlaub - und 59 Prozent wollen diesen im Ausland verbringen. Im Inland bleiben wollen nur 34 Prozent, bzw. haben sieben Prozentvor, ihre freien Tage auf „Balkonien“ zu verbringen.

Dass die Ferienlust mittlerweile groß ist, ist kein Wunder: Im Vorjahr wurde weniger Urlaub gemacht als vor der Krise, gaben 36 Prozent der Teilnehmer an. 17 Prozent nahmen 2020 überhaupt keinen Urlaub.

Das dürfte heuer auch mit der Urlaubsdauer kompensiert werden: Laut der Umfrage will sich jeder Vierte länger als zwei Wochen freinehmen. So lassen sich Reisen an weiter entfernte Urlaubsorte auch besser genießen - selbst wenn man dort noch mit Einschränkungen rechnen muss, etwa mit Masken- und Registrierungspflicht, Testungen, Quarantäne, Sperrstunden und Co.

Dementsprechend warten Österreicher beim Buchen ihrer Auslandsreisen noch ab, während Inlands-Urlaube längst gebucht werden.

Laut WKÖ-Reisebüro-Sprecher Gregor Kadanka warten die Reisewilligen noch auf neue Quarantäneregelungen, teils auch auf die eigene Impfung. Entscheidend seien die Einreisebedingungen in beide Richtungen - einmal am Zielort, einmal zurück zu Hause: „Beides muss lebbar sein“, so Kadanka. Ob etwa zweimal Quarantäne dazugehört, wird wohl jeder selbst entscheiden müssen.

Die Sehnsucht nach Südtirol
Im Herbst ist es das Törggelen, das Jahr für Jahr viele Österreicher nach Südtirol (Bild: Kurtatsch an der Weinstraße) lockt. Und im Frühjahr ist Südtirol gefragt, weil dort die warme Jahreszeit schon Einzug gehalten hat, während bei uns noch Winter ist. Beides ist wegen Corona ins Wasser gefallen. Umso größer ist die Vorfreude darauf, wenn es ab kommender Woche (vermutlich auch mit 19. Mai) wieder Erleichterungen gibt. Man darf dann ohne Quarantäne aus- und einreisen. Die Gastro hat bis 22 Uhr geöffnet, beim Betreten muss man eine FFP2-Maske tragen. Zudem wird ein negativer Corona-Test (max. 72 Stunden alt) oder eine abgeschlossene Impfung (muss mindestens 14 Tage, aber höchstens sechs Monate vor Einreise gemacht worden sein) verlangt.

Traumurlaub mit Einschränkungen
Klares Wasser, ein frischer Branzino und ein Glaserl Malvasia: Viele Hotels zwischen der istrischen Riviera und dem sonnigen Dalmatien haben zwar schon geöffnet, doch noch gilt Kroatien als Hochrisikogebiet: Für die Einreise reichen die 3G (getestet, genesen, geimpft), bei der Rückkehr muss man aber noch mit einer Quarantänepflicht rechnen. Auch vor Ort gibt es Einschränkungen - wie zu Hause ist ab 22 Uhr Sperrstunde.

„Dolce Vita“ mit Maske und Registrierpflicht
Ein Sommer, wie er früher einmal war, wird er auch 2021 nicht: Lignano, Grado und Co. warten zwar schon auf Gäste, an den Stränden wird es aber wieder Registrierpflicht, Abstand und Einbahnverkehr geben. Ohne Maske geht nichts. Sie ist auch im Freien vorgeschrieben. Urlauber brauchen ab 15. Mai nicht mehr in Quarantäne. Test und Einreiseformular sind vorerst weiter notwendig. Da sich die Regeln ständig ändern, sollte man vor Reiseantritt Infos einholen.

Sonnengenuss mit Testungen
Geht es um die beliebtesten Reiseländer der Österreicher, sind Reisen rund um das Mittelmeer 2021 wieder verstärkt gefragt - laut TUI allen voran Griechenland, Spanien und Zypern. Griechenland will ab Mitte Mai wieder ausländische Touristen empfangen, mit Registrierung und Test bzw. Impfung. Die Quarantänepflicht soll entfallen. In Spanien wurde kürzlich der Ausnahmezustand aufgehoben - und damit auch die strengen Reisebeschränkungen zwischen den einzelnen Regionen bzw. Provinzen sowie die nächtlichen Ausgangssperren. Für eine Einreise braucht man vorerst aber noch einen Test. Ob die Türkei heuer als Urlaubsort hält, ist fraglich: Das Land kämpft derzeit noch gegen hohe Infektionszahlen, ein harter Lockdown bis 17. Mai soll die Saison retten.

Weiter weg besser mit genauer Info
Was Fernreisen anbelangt, sollte man besonders genau vor seinem Abflug die jeweiligen Bestimmungen für den Urlaubsort studieren.

Thailand etwa, bei Österreichern ja sehr beliebt, hat seine Einreise-Regeln mittlerweile nach steigenden Fallzahlen wieder verschärft: Es braucht Quarantäne, Registrierung, Tests usw. Für weitere Österreich-„Lieblinge“, wie z. B. die USA, gilt - vorerst noch - Ähnliches.

Silvia Schober
Silvia Schober
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