10.05.2021 12:00 |

In Stadt und Land

Geplatzte Öffi-Übernahme: Wirbel um Beraterkosten

Viel verbranntes Steuergeld? Oder doch nur ein Zwischenschritt? Die gescheiterte Ausgliederung der Verkehrssparte aus der Salzburg AG schlägt bei Stadt und Land bisher mit stolzen 163.804 Euro an Beratungskosten zu Buche. „Das wäre absolut vermeidbar gewesen“, meint Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ).

„Eines der größten strukturellen Vorhaben ist, dass wir den Verkehr aus der Salzburg AG zur Gänze herauslösen.“ Mit diesem Prestige-Projekt preschte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) im Jänner 2020 auf der Bürgermeisterkonferenz vor, um wieder ans Öffi-Steuer zu kommen.

Geblieben ist davon, wie berichtet, nur wenig. Haslauer machte aus Kostengründen einen Rückzieher, der Verkehr wird in einer neuen 100-Prozent-Tochter in der Salzburg AG gebündelt – und nicht in einer neuen Stadt-Land-Gesellschaft.

Die Ausgaben für das abgesagte Projekt sind allerdings geblieben: Allein in der Stadt häuften sich 81.902 Euro an Beratungskosten an, wie eine SPÖ-Anfrage zeigt. „Hätte der Landeshauptmann sich vorab erkundigt, hätten wir uns das erspart“, sagt Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ). Im Büro Haslauers ortet man hingegen notwendige Ausgaben und einen Zwischenschritt. Man könne nun im „Echtbetrieb“ die Lage beobachten und in gut drei Jahren über die Ausgliederung erneut entscheiden. Zudem habe die Opposition der Vorgangsweise zugestimmt.

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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