Also: Herr Generaldirektor Oswin Kois, müssen sich die Menschen in der Steiermark vor einem gewaltigen Strom(preis)schlag fürchten? Da überlegt er nicht lange, der General: "Nein, ich schließe für das nächste halbe Jahr jegliche Erhöhung beim Strom aus!" Das ist einmal die Frohbotschaft. Und Kois hat gar noch eine bessere auf Lager: Es ist eine Reduktion im Netzbereich möglich, sie wird aber marginal ausfallen." Gut, ist immerhin auch was.
"Russen-Deal" zeigt Wirkung
Wer auf Gas angewiesen ist, der hat's allerdings nicht so gut. Der Preis wird um etwa zwei Prozent steigen - aber mehr nicht, versichert der Manager. Offensichtlich ist - neben etwas erhöhten Netzkosten - mit ein Grund dafür ein dilettantisches Termingeschäft, das vom Ex-Vorstand der Energie abgeschlossen worden ist. Mit russischen Gaslieferanten wurde für zwei Jahre ein Liefervertrag zum Fixpreis abgeschlossen, damals zum Weltmarkt-Höchstpreis. "Über den Tisch gezogen", haben Experten kommentiert. Dazwischen war Gas sehr billig geworden, aber die EStAG blechte weiter Höchstsätze. Das kostet Konsumenten und Steuerzahler bis heute Millionen.
Und was tut sich sonst noch in Sachen Energie? Die Geschäfte scheinen bestens zu laufen. So sei der Oktober der kälteste seit 40 Jahren gewesen, was sich in entsprechenden Umsätzen niederschlägt. Dann gab's noch ein Allzeit-Hoch bei der Fernwärme. Und auch der Dezember wird - aufgrund der Saukälte - schöne Zahlen bringen. Da muss sich das EStAG-Management nicht einmal mehr die Hände reiben, damit's ihm warm wird...
"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
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