Vom Aussterben bedroht

Panzernashorn-Bestand in Nepal hat sich erholt

Wissenschaft
11.04.2021 15:18

Die vom Aussterben bedrohten Panzernashörner haben sich in den vergangenen Jahren in Nepal deutlich vermehrt. Wie die Naturschutzbehörde des Himalaya-Landes am Wochenende mitteilte, wurden bei einer aktuellen Zählung in vier Nationalparks 752 Exemplare dieser Indischen Nashörner festgestellt, während es 2015 noch 645 waren.

„Die Zunahme der Nashörner ist für uns eine aufregende Neuigkeit“, sagte Behördensprecher Haribhadra Acharya. Um die erzielten Erfolge abzusichern und den Lebensraum der Rhinozerosse zu erweitern, müssten aber noch „Hindernisse“ überwunden werden. Die Umweltorganisation WWF, die die Nashorn-Zählung unterstützt, nannte das Ergebnis des neuesten Zensus einen „Meilenstein“.

Bevor die Menschen den Nashörnern nachstellten, lebten im südlichen Flachland von Nepal Tausende Tiere. In den 1960er-Jahren sank die Zahl durch die anhaltende Wilderei auf rund 100 Exemplare - der illegale Handel mit ihren Hörnern ist und bleibt eine Bedrohung für die Tiere. Seit 1994 veranstaltet Nepal alle fünf Jahre eine Zählung der Nashörner.

250 Mitarbeiter zählten Tiere
Bei der ersten Zählung waren 466 Exemplare registriert worden. An der aktuellen Zählung beteiligten sich 250 Mitarbeiter. Sie nutzten bei ihrem Einsatz GPS-Geräte, Ferngläser und Kameras. Die Nashorn-Zähler waren mit Arbeitselefanten unterwegs. Während der Zählung wurde ein Elefantenführer von einem Tiger angegriffen und getötet. Ein weiterer Mitarbeiter des Teams wurde durch einen Elefanten-Angriff verletzt.

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