„Sperrbezirk“ Braunau

Großer Andrang für Tests, aber kaum Kontrollen

Lokalaugenschein im abgesperrten Bezirk Braunau in Oberösterreich: Schlangen vor den Teststationen und leere Kontrollpunkte. Der erste Tag der Abriegelung des Innviertler Flächenbezirks verlief leider nicht ohne Pannen. Der Härtetest für die wegen der hohen Inzidenz verhängten Ausreisebeschränkungen folgt wohl heute, Dienstag.

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Bis 11. April kann der Bezirk Braunau nur mehr mit einem negativen Test – ein Antigen-Test darf nicht älter als zwei Tage, ein PCR-Test nicht älter als 72 Stunden sein – verlassen werden. Allerdings gibt es viele Ausnahmen. Statt auf die Suche nach Ostereiern machten sich deshalb viele Braunauer, vor allem Berufspendler, auf die Suche nach Testterminen. Lange Schlangen bildeten sich vor den Teststationen, die vom Land in den vergangenen Tagen noch einmal um 10.000 mögliche Tests aufgerüstet wurden. An den Kontrollpunkten, an denen die Polizei, unterstützt vom Heer, die Maßnahmen überwachen sollte, herrschte hingegen Flaute.

Tester ohne Testtermin
„Außer in den Medien wurden wir über die Testmöglichkeiten nicht informiert“, ärgert sich Josef Distler aus Moosdorf, der praktisch vom Fach ist. Er ist Mitglied des betriebseigenen Testteams der Geschützten Werkstätte in Salzburg. „Mir war es nicht möglich, einen Testtermin zu ergattern, die Anmeldung übers Internet hat für die neuen Teststationen nicht funktioniert. Für jemanden, der versucht, alles richtig zu machen, ist so etwas schon sehr frustrierend.“

Sinkende Inzidenzzahlen – am Montag rutschte Braunau mit 377,1 unter die kritische 400er-Marke – ändern nichts an der Abriegelung des Bezirkes. Die Verordnung gilt bis einschließlich 11. April, bis dahin wird die Lage im Bezirk neu bewertet. Das Fallgeschehen und die Entwicklung der Infektionszahlen sei „sehr verstreut“, heißt es dazu aus dem Krisenstab des Landes.

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