04.04.2021 06:00 |

Klaus Baumgartner

Kunst und Glaube als Quelle der Hoffnung

Die „Krone“ besuchte Klaus Baumgartner in seinem Atelier in Ligist: Der weststeirische Künstler malt gerne religiöse Bilder, demnächst wird ein imposantes Madonnenbild auch eine alte Kapelle schmücken.

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Freundlich miauend begleitet uns die nachtschwarze Katze „Coco“ die Stiegen zum Atelier hinauf. Wir besuchen Klaus Baumgartner an einem jener vorösterlichen Tage, an denen nicht nur die Haustiere lieber die Begrenztheit der vier Wände gegen die Weitläufigkeit der idyllischen Landschaft tauschen.

Hauptberuflich als Grafiker tätig
Das blühende Frühlingserwachen der Weststeiermark scheint eine ideale Inspirationsquelle für den Künstler, der hauptberuflich als ideenreicher Grafiker bei der Kages werkt. Seit den 1990er-Jahren unterrichtet er zudem an der Kunstuniversität in Graz.

Die Leidenschaft für das Malen und Zeichnen entdeckte Baumgartner schon als kleiner Bub, er beschäftigte sich schon im jungen Alter von 14 Jahren mit den alten Meistern. Für Aufsehen sorgte sein visionärer Bildzyklus „Vervirung“, in dem der Ligister erstmals das Coronavirus in Öl bannte (wir berichteten). Das prophetische Bild entstand schon 2019 - viele Monate vor der Pandemie.

Pandemie inspiriert Fastenbild
Stichwort Covid: 2020, mitten in der Krise, erleuchtete das überdimensionale Fastenbild „Das Licht der Welt“ die Dunkelheit der Pfarrkirche Stainz, in der keine Messen gefeiert werden durften.

Klaus Baumgartner malt gerne religiöse Bilder, die Gottesmutter mit dem Jesuskind, oder den Gekreuzigten. Gerade setzt er gekonnt die letzten Pinselstriche für ein großes Ölgemälde, das dereinst eine alte Kapelle zieren soll: die „Maria im Ährenkleid“.

„Das Geistige schwebt über der Natur“
„Sie ist so etwas wie eine ,Bio-Madonna‘. Sie vermittelt die Botschaft, dass wir auf unsere Natur schauen sollen“, erklärt Baumgartner. „In Wirklichkeit ist die Madonna surreal - das Geistige schwebt über der Natur.“ Durch die Darstellung von Getreide symbolisiere das Bild die Auferstehung. Erstmals gezeigt werden soll das imposante Kunstwerk in der „Langen Nacht der Kirchen“ in Stainz am 28. Mai.

Klaus Baumgartner will keinesfalls „frömmelnd“ wirken, dennoch ist die Schöpfung für ihn vielfach die Quelle der Inspiration.

Gerald Schwaiger
Gerald Schwaiger
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