02.04.2021 07:13 |

Überlebenskampf

Wiener „Lockdown-Rebell“ verkauft weiter Blumen

Zuerst waren es ein paar störrische Gallier (zumindest bei Asterix), dann zerfiel das Römische Reich. Eine steirische Hotel-Chefin hat trotz Verbot ihr Haus für alle Gäste geöffnet. Blumenhändler Heinz aus der Hernalser Hauptstraße im 17. Bezirk sperrt ebenso im Lockdown auf - unter strengen Regeln. Eine rechtliche Gratwanderung.

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Ins Geschäft darf keiner rein, verkauft wird davor auf dem Gehweg. Mit Maske und Abstand. Und an Kunden, die vorbestellt haben. „Wovon soll ich denn leben? Im Jänner haben wir genau 858,98 Euro Fixkostenzuschuss erhalten, für Februar noch gar nichts“, sagt der 50-Jährige. Das Geld reiche nicht mal für Miete, Unternehmerlohn hat er seit Monaten keinen. „Wir leben vom Gehalt meiner Frau, die zum Glück einen Angestelltenjob hat.“

Daher verkauft Heinz weiter seine Blumen. Heute, am Samstag, nächste Woche. Das Gartencenter Polisi einige Häuserblocks stadtauswärts hält ebenso offen. Bestellte Pflanzen können (nur im Freien) abgeholt werden.

Ist das legal? Unter Umständen ja. Der reine Blumenhandel müsse zwar zu sein, Gärtnereien aber nicht, so die Wirtschaftskammer. Lieferservice ist gestattet. „Call/click and collect“ - also anrufen/mailen und Blumen im Vorbeigehen mitnehmen - ist ebenso erlaubt. Sofern der Kunde keinen Innenraum betritt. Strafhöhe für Händler, die gegen die Covid-Vorschriften verstoßen: laut Kammer bis zu 3600 Euro.

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