Andenken an Gewerbe

Das „Ratschen-Handwerk“ am Leben erhalten

Die Wagnerei ist ein seltenes Handwerk. Nur noch 21 Betriebe führen in Niederösterreich das Gewerbe aus, das auch zu Ostern benötigt wurde. Fritz Kadernoschka bewahrt das Andenken seines Großvaters Rupert, der seine Wagnerei in Ludweis im Bezirk Waidhofen an der Thaya vor ziemlich genau 100 Jahren gegründet hatte.
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Sein gleichnamiger Vater Friedrich musste die Wagnerei 1969 aus wirtschaftlichen Gründen schließen. Doch bevor er das tat, zeigte er seinem zwölf Jahre alten Sohn, wie man ein Wagenrad oder Skier herstellt. „Viele große Skimarken waren früher Wagnereien“, erzählt Fritz Kadernoschka, der noch als Gemeindeamtsleiter 2013 die „Alte Wagnerei“ seiner Vorfahren wiederbelebte.

2017 ging er in Pension und lebt seither die Liebe zur Arbeit mit heimischen Holzarten aus. Denn er verarbeitet vorwiegend natürlich geformtes Holz: „Man braucht ein Auge dafür, den richtigen Baum für den richtigen Gegenstand zu nutzen. Da zählt auch dazu, wie er gewachsen ist“, verrät er. Neben der Uraufgabe des Wagners - dem Wagen - stellte die Zunft aber auch Pfluggestelle, Holzteile für landwirtschaftliche Geräte, Leitern, Schubkarren, Stiele aller Art oder eben Ratschen her.

„Ich kenne eigentlich kein anderes Handwerk von früher, das Ratschen angefertigt hat“, sagt Kadernoschka, der bisher rund 30 Schubbock-, „Wachler-“ oder Kurbel-Ratschen baute.

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