29.03.2021 06:00 |

Für 354 Millionen Euro

Neuer Leuchtturm für die steirische Forschung

Universität Graz und TU Graz bündeln im Zentrum für Physik ihre Kräfte. Die altehrwürdige Vorklinik muss dafür weichen.

Jahrhundert-Projekt - mit Superlativen sollte man sparsam umgehen, aber beim „Graz Center of Physics“ funktioniert das nur bedingt. Mitten in der Corona-Krise erfolgte nun der Startschuss für ein Vorhaben, das Martin Polaschek in seinem Antritts-Interview mit der „Krone“ vor ziemlich exakt zwei Jahren der Öffentlichkeit präsentierte: „Diese Kräftebündelung mit der TU Graz wird die Forschung auf ein Spitzenniveau hieven“, war der Rektor der Uni Graz schon damals überzeugt.

Heimat für 3400 Studenten
Nach langen Verhandlungen gab Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) nun grünes Licht. Für 354 Millionen Euro werden anstelle der alten Vorklinik auf einer Bruttogrundfläche von 50.000 Quadratmetern ab 2030 alle Physik-Studien der Uni Graz und der Technischen Universität an einem Ort gebündelt. 3400 Studenten sollen hier künftig lernen und forschen.

„Selten haben wir eine derart lange Vorlaufzeit für Baurealisierungen im universitären Bereich gehabt. Allerdings ist dieses Projekt allein von der Dimension her auch kein gewöhnliches Uni-Projekt. Der Bund trägt die Gesamterrichtungskosten in Höhe von 313 Millionen Euro sowie die Kosten für die Ausstattung in Höhe von 41 Millionen“, stellt Gernot Blümel klar.

Bündelung der Kräfte hat Tradition
Die Bündelung universitärer Kräfte ist in Graz ja nichts Neues - seit 2004 betreiben Uni Graz und TU die Naturwissenschaften gemeinsam. Nun gipfelt diese Kooperation eben in dem Physik-Zentrum, das von der BIG (Bundesimmobiliengesellschaft) errichtet wird. In den Kellergeschoßen entstehen modernste Laborräume, ein Hörsaalzentrum wird genauso Platz finden wie eine Caféteria - und am Dach soll eine moderne Wetterstation errichtet werden. Die alte Vorklinik aus den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts wird dafür komplett geschliffen.

Internationales Zeichen
„Hier entsteht ein weiterer Leuchtturm für das Wissenschafts- und Forschungsland Steiermark. Dadurch wird Graz als Standort für herausragende Forschung international noch sichtbarer“, ist Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) überzeugt. Bildungs- und Forschungsminister Heinz Faßmann betont: „Der Bau ist auch eine Reaktion des Bundes auf die ausgesprochen wissenschaftsfreundliche Haltung der steirischen Landesregierung.“

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