SPÖ-Bildungssprecherin

Sonja Hammerschmid zieht sich aus Politik zurück

Politik
23.03.2021 18:53

Die frühere Bildungsministerin und aktuelle Bildungssprecherin der SPÖ, Sonja Hammerschmid, wechselt in die Privatwirtschaft. Ihren künftigen Arbeitgeber nannte Hammerschmid vorerst nicht. Sie war erst 2016 in die Politik eingestiegen und galt als Vertraute der aktuellen SPÖ-Vorsitzenden Pamela Rendi-Wagner.

Hammerschmid hatte schon länger Tendenzen gezeigt, aus der Politik auszusteigen. So bewarb sie sich vergeblich um den Rektorsposten an der Uni Salzburg und an der Kunstuniversität Linz. Vor ihrem Eintritt in die Regierung war die studierte Biologin ab 2010 Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität.

Sonja Hammerschmid (SPÖ) (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Sonja Hammerschmid (SPÖ)

Offener Brief an Faßmann zum Abschied
Hammerschmid verabschiedet sich mit einem offenen, auch auf Facebook veröffentlichten Brief an den aktuellen Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) aus dem Amt. Darin meint sie, dass die Kinder in den Mittelpunkt unseres Handelns gestellt werden müssten und „die Talente und Potenziale jedes einzelnen Kindes, individuell beginnend mit der Elementarpädagogik“ gefördert werden müssten - „egal woher sie kommen, welchen Namen sie tragen und wer ihre Eltern sind“. Den Minister ersucht sie, „den Wissenschaftler Heinz Faßmann nicht auszublenden“. Was es nach Hammerschmids Ansicht braucht, ist ein Bildungskonvent mit Wissenschaft und Experten, der die Bildungsziele definiere und den Weg hin zur Schule der Zukunft ebnen.

Kerns Quereinsteiger-Team massiv reduziert
Mit Hammerschmids Rücktritt bleibt aus dem Quereinsteiger-Team, das Christian Kern (SPÖ) dereinst bei seinem Antritt als Kanzler formte, nur noch seine Nachfolgerin als Parteichefin über. Denn auch Thomas Drozda hatte vor kurzem seinen Wechsel in die Privatwirtschaft bekannt gegeben. Über die Nachfolge Hammerschmids wird die niederösterreichische Landespartei, über deren Liste die 52-Jährige ins Parlament eingezogen ist, am 19. April beraten. Landesparteichef Franz Schnabl bedauerte Hammerschmids Rückzug.

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