23.03.2021 12:36 |

Schutz vor Mutationen

Briten drohen bei Auslandsreisen 5800 Euro Strafe

Ein unerlaubter Auslandsaufenthalt ist für die Briten nun eine kostspielige Angelegenheit: Wer keinen triftigen Grund für eine Auslandsreise nennen kann und ertappt wird, muss 5000 Pfund (etwa 5800 Euro) berappen. Die Geldstrafe wurde nun auch in die Gesetzgebung aufgenommen, auch wenn die Regierung das Verbot bereits Mitte April wieder kippen könnte: Dann wird über das Thema erneut gesprochen. Trotz guter Durchimpfungsrate ist die Sorge groß, dass sich neue Mutationen ausbreiten könnten.

Wegen der Corona-Pandemie sind Auslandsreisen derzeit für Briten verboten. Ausnahmen sind Aufenthalte mit triftigem Grund - wie Geschäftsreisen oder ausbildungsbedingte Reisen. Am 12. April werde die Regierung darüber beraten, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock. Internationale Reisen könnten möglicherweise am 17. Mai wieder erlaubt werden.

Fluggesellschaften leiden unter Pandemie
Europas Fluggesellschaften droht damit ein kräftiger Rückschlag für das so wichtige Sommergeschäft, das bereits 2020 weitgehend ausgefallen war. Die Airlines leiden extrem unter der Virus-Pandemie mit den weltweiten Reisebeschränkungen. Die Strafen für Auslandsreisen schickte Aktien der Luftfahrtbranche umgehend auf Sinkflug. Die Papiere der British Airways-Mutter verloren im frühen Handel rund zwei Prozent, die Titel des Billigfliegers Easyjet etwa drei Prozent. Auch die Aktien des weltgrößten Tourismuskonzerns TUI lagen rund drei Prozent im Minus.

Minister will Entwicklung der dritten Welle beobachten
Hancock betonte, er könne noch nicht sagen, was die Regierung über die Ferien entscheiden werde. „Der Grund dafür ist, dass wir sehen, dass diese dritte Welle in einigen Teilen Europas anzieht“, erklärte der Minister. „Und wir sehen auch neue Varianten und es ist sehr wichtig, dass wir den Fortschritt, den wir hier in Großbritannien machen konnten, schützen.“ Großbritannien war Ende 2020 sehr stark von der Virus-Pandemie betroffen und verzeichnete viele Todesfälle. Bei der Impfkampagne hat die britische Regierung seitdem aber viele Staaten um Längen abgehängt.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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