22.03.2021 22:52 |

Ursache noch unklar

Bangladesch: Feuer in Rohingya-Flüchtlingslager

In Bangladesch ist in einem Lager mit Hunderttausenden Rohingya-Flüchtlingen ein Großbrand ausgebrochen. Das Feuer sei am Montagnachmittag ausgebrochen und sei erst in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) gelöscht worden, sagte der Chef der für Flüchtlinge zuständigen Behörde. In dem betroffenen Gebiet hätten mindestens 150.000 Menschen in Hütten gelebt. Nach einer ersten Schätzung seien mindestens 9500 Unterkünfte zerstört worden.

Feuerwehr, Polizei und Armee seien an Ort und Stelle. Bilder und Videos auf sozialen Netzwerken zeigten viel schwarzen Rauch über dem Hüttenmeer. Über mögliche Todesopfer gab es einander widersprechende Berichte.

Auch medizinische Zentren zerstört
Die Brandursache war weiter unklar. Augenzeugen berichtete, dass die Flammen von einem Lager auf das nächste übersprangen. Nach einem Bericht des Flüchtlingshilfswerks UNHCR zerstörten die Flammen neben den Unterkünften auch medizinische Zentren und Versorgungspunkte.

Rohingya aus Myanmar vertrieben
Hunderttausende Angehörige der muslimischen Minderheit aus dem mehrheitlich buddhistischen Myanmar waren 2017 von dort vor Militärgewalt in das muslimische Nachbarland Bangladesch geflüchtet. Dort leben sie in Camps. Die Vereinten Nationen bezeichnen ihre Verfolgung in ihrer Heimat Myanmar als anhaltenden Völkermord.

Viele Rohingya verloren in Myanmar durch ein 1983 erlassenes Gesetz die Staatsbürgerschaft. Das Militär von Myanmar steht wegen der Verfolgung international in der Kritik. Etliche Rohingya wollen in ihre Heimat zurückkehren.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).