16.03.2021 05:34 |

Stichwahl-Sieger

Spittal: Gerhard Köfer im „Krone“-Interview

Gerhard Köfer ist neuer Spittaler Bürgermeister. Welche Pläne hat er, welche Koalitionen will er und was bedeutet das überragende Abschneiden seiner Partei für die Landtagswahl? Ein Gespräch am Tag danach.

Wann haben Sie das erste Mal an den Sieg geglaubt?
Als rund 50 Prozent der Wahlkarten ausgezählt waren, habe ich gewusst, dass es klappen wird. Denn die Wahlkarten waren im Gegensatz zum ersten Wahlgang ausgeglichen.

Jetzt zur klassischen Frage der Sportreporter nach dem Zieleinlauf eines Skifahrers: Wie fühlen Sie sich?
Es überwiegt die Freude, ich weiß aber über die Verantwortung und nehme sie demütig an. Es gab keine große Feier, sondern nur ein kleines Bier im Büro.

Wo Tauben sind, fliegen Tauben zu, sagt man. Das gilt auch in der Politik, viele wollen dort sein, wo die Siegertypen sind. Droht Ihnen das Luxusproblem einer Personalauswahl mit Gespür?
Zu Beginn meiner Arbeit machte ich einen schmerzhaften Lernprozess durch, aber die personellen Fehlgriffe verabschiedeten sich ohnehin. Ich bin im Lauf der Zeit klüger geworden und werde solche Fehler nicht wiederholen.

Zurück zu Klagenfurt und Spittal: Steht bereits fest, wer neben Christian Scheider als Stadtchef zweiter Vizebürgermeister wird und wer neben Ihnen in Spittal zweiter Vize?
Für Spittal ist bereits fixiert, dass diese Position vom bekannten Fleischermeister Willi Koch eingenommen wird. In der Landeshauptstadt laufen noch Gespräche, aber es deutet vieles darauf hin, dass wir uns für Lojze Dolinar, einen verdienten und bekannten Pädagogen und Vertreter der Volksgruppe entscheiden werden.

Sie sind, wenn die binnen sechs Wochen zu erfolgende Angelobung erfolgt sein wird, wieder Bürgermeister in Spittal. Aber Mehrheit im Gemeinderat haben Sie keine. Wie sollen Sie da regieren und Projekte umsetzen? Mit dem freien Spiel der Kräfte? Etwa nach dem Vorbild von Bürgermeister Martin Treffner in Feldkirchen in der Vorperiode?
Dieses freie Spiel der Kräfte halte ich nicht für geschickt. Es wird eine Koalition nötig sein und wird werden natürlich mit allen im Gemeinderat vertretenen Parteien Gespräche führen. Aber unsere Prinzipien werden wir nirgends verkaufen, nicht in Klagenfurt und nicht in Spittal. Wir kämpfen nicht um Positionen und Jobs und gehen daher auch ohne Wünsche in solche Gespräche.

War die Gemeinderatswahl für das Team Kärnten wie der Atomspinat für Popeye? Schwellen die Muskeln? Vor allem in Hinblick auf die Landtagswahl?
Rückenwind ist es sicher, wir haben den Turbo gezündet. Es melden sich bereits viele Gemeinden, die dabei sein wollen.

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger
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