15.03.2021 07:00 |

Pirih als Vize?

Gerhard Köfer ist zurück im Spittaler Rathaus

Nach acht Jahren Pause ist Gerhard Köfer wieder zurück in seiner Heimatstadt Spittal - als neuer alter Bürgermeister. Denn mit 51,38 Prozent eroberte der Team Kärnten-Chef in der gestrigen Stichwahl den Bürgermeistersessel. „Ich bin jetzt nicht nur Gemeindechef, sondern ein Freund meiner Bürger“, kündigte Köfer am Sonntag gleich einmal an. 

Er kennt sich mit diesem Amt ja bestens aus, war er doch von 1997 bis 2013 bereits Bürgermeister. Der begeisterte Hobbyfußballer hat einiges vor, als große Notwendigkeit sieht er die Umsetzung des Verkehrskonzeptes, das will der 60-jährige Familienvater prioritär in Angriff nehmen. „Für das Straßennetz müssen wir sehr viel Geld in die Hände nehmen. Es wird weiter ausgebaut und verbessert!“ Weiters will er die Türen des Rathauses wieder öffnen. „Jeder soll zu mir kommen, mit seinen Problemen und mit seinen Anliegen. Ich will für jeden Lösungen finden!“, freut sich der Gewinner auf seine Amtszeit.

So sonnig der gestrige Wahlsonntag für Köfer war, so trüb war er für den amtierenden Gemeindechef Gerhard Pirih: Er liegt 217 Stimmen hinter seinem Gegner, konnte lediglich 48,6 Prozent der gültigen Stimmen für sich gewinnen. Den Grund für seine Niederlage glaubt er zu wissen: „Ich habe viel für die Lieserstadt gemacht, bin stolz auf das, was ich umsetzen habe können. Doch eines habe ich nicht gemacht und das war die Präsentation meiner Person selbst. Ich habe zu wenig für mich geworben - das war der große Fehler.“

Pirih, dem man die Enttäuschung ansehen konnte, will weiter in der Gemeindepolitik tätig sein. „Dieser Tage wird sich entscheiden, ob mich meine Parteivorstandsmitglieder als Vizebürgermeister haben möchten. Ich will es auf alle Fälle!“, zeigt sich Gerhard Pirih entschlossen. Beide Gerhards, die einst Parteikollegen waren, können sich auch jetzt noch eine Zusammenarbeit vorstellen. Pirih: „Ich bin dafür bereit. Wenn es mit Spittal weitergehen soll, dann muss an einem Strang gezogen werden.“ Köfer teilt die Meinung seines Vorgängers. „Wir werden vergessen, was während des Wahlkampfs passiert ist, werden nach vorne schauen. Wir werden uns im Gemeinderat zusammenraufen und gut zusammenarbeiten. Da bin ich mir sicher!“, so Köfer, der sich am Ende von Kontrahent Pirih per „Corona-Faustgruß“ verabschiedete.

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Elisa Aschbacher
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