13.03.2021 16:10 |

Zweifel an Maßnahmen

Kurz: „Maximaler Schaden“ durch Dauer-Lockdown

Die Corona-Zahlen im Land steigen, zuletzt wurden am Samstag (Stand: 9.30 Uhr) wieder 3023 Neuinfektionen gemeldet. Während SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner einmal mehr eindringlich mahnte, die Regierung müsse Maßnahmen diskutieren, um dem Anstieg gegenzusteuern, wandte sich Bundeskanzler Sebastian Kurz mit einer Videobotschaft an die Öffentlichkeit, die anderes vermuten lässt.

„Wenn man immer im Dauer-Lockdown ist, dann hat man relativ niedrige Zahlen, aber einen maximalen wirtschaftlichen Schaden“, betonte der Kanzler. Außerdem wies er darauf hin, dass es inzwischen für die Menschen immer schwerer zu ertragen wäre: „Die persönliche Belastung, auch die psychischen Auswirkungen für die Menschen werden immer dramatischer“, so Kurz.

Zudem warnte der ÖVP-Chef in seiner 40 Sekunden langen Videobotschaft auch vor den bildungspolitischen Konsequenzen, wenn Kinder gar nicht mehr in die Schule gehen können. In seinen Augen sei die Pandemie daher „ein Abwägen, wie man die Gesundheit der Menschen, aber auch ein Maximum an Freiheit und wirtschafts- und bildungspolitische Fragen miteinander in Einklang bringen kann“.

Neue Lockerungen - oder doch ein Rückzieher?
In Sachen Lockdown-Lockerungen hatte es zuletzt positive Signale gegeben. Während Vorarlberg bereits am kommenden Montag einen ersten Versuch der Öffnung wagt, sollte der Rest des Landes ab 27. März folgen. Doch selbst aus dem Kanzleramt kam Samstagmittag die Nachricht, dass man die „kommende Woche die Lage noch beobachten“ wolle.

Rendi-Wagner warnt vor Öffnung
Rendi-Wagner hält vom Öffnen, wie eingangs erwähnt, dagegen nichts: „Bei 3000 Neuinfektionen pro Tag mit steigender Tendenz und einer niedrigen Impfrate sind weitere Lockerungen ein viel zu großes Risiko.“ Weitere Schritte in diese Richtung führten nur dazu, dass Intensivstationen noch schneller an ihre Limits kämen.

Nicole Weinzinger
Nicole Weinzinger
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