„Dritte Welle kommt“

Rendi-Wagner: Lockerungen wären „hochriskant“

Politik
13.03.2021 07:45

Der zuletzt wieder markante Anstieg an Neuinfektionen mit dem Coronavirus lässt die SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner an der weiteren Öffnungsstrategie aus dem Lockdown zweifeln. Die Lage sei derzeit „hochriskant“, weshalb man Maßnahmen diskutieren müssen, um dem Anstieg gegenzusteuern - ansonsten käme das einer „völligen Aufgabe des Gesundheitsschutzes“ gleich.

„Die dritte Welle kommt auf leisen Sohlen“, forderte die SPÖ-Chefin gegenüber der APA eine Strategie, wie man mit der verschärften Infektionslage im Land umgehen soll. Sie plädierte dabei für den „Weg der Sicherheit und der Vernunft“. Weitere Lockerungen wären hingegen „das Gegenteil“.

„Die dritte Welle kommt auf leisen Sohlen", mahnt Rendi-Wagner. (Bild: APA/Herbert Neubauer)
„Die dritte Welle kommt auf leisen Sohlen", mahnt Rendi-Wagner.

Öffnung trotz hoher Fallzahlen?
Am Montag werden neue Gespräche der Regierung mit Experten, Opposition und Landeshauptleuten erwartet. In Diskussion ist trotz der immer stärkeren Ausbreitung der Pandemie der ein oder andere Öffnungsschritt, etwa der Schanigärten, was auch die meisten SPÖ-Landespolitiker begrüßen würden.

Rendi-Wagner sieht das als Gesundheitsexpertin ihrer Partei anders: „Bei 3000 Neuinfektionen pro Tag mit steigender Tendenz und einer niedrigen Impfrate sind weitere Lockerungen ein viel zu großes Risiko.“ Weitere Schritte in diese Richtung führten dazu, dass Intensivstationen noch schneller an ihre Limits kämen.

„Völlige Aufgabe des Gesundheitsschutzes“
Wenn man bei dieser hohen Zahl der Neuinfektionen ein weiteres Ansteigen einfach in Kauf nehme, sei das „die völlige Aufgabe des Gesundheitsschutzes in Österreich“, findet Rendi-Wagner. Die dritte Welle sei ohnehin schon das Ergebnis der verfrühten Öffnungen Anfang Februar.

Tests alleine nicht genug
Das Ziel müssten nach Ansicht Rendi-Wagners dauerhafte Lockerungen bei stabil niedrigen Infektionszahlen sein. Anfang Februar hätten man nicht frühzeitig öffnen sollen, sondern noch ein paar Wochen zuwarten: „Dann hätten wir heute stabilere niedrigere Zahlen und könnten zu Ostern dauerhaft öffnen, statt eine Überlastung der Spitäler zu riskieren.“ So wichtig das Testen sei, alleine könne man sich darauf nicht verlassen.

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