Es war nach der Operation "Sledgehammer" im Jahr 2009 die größte Kinderpornoaktion in Österreich. Ins Netz der Exekutive gingen auch zwei Verdächtige, die selbst Bilder angefertigt hatten. Einer von ihnen fotografierte unter anderem nackte Nachbarskinder in der Badewanne.
Vier Lehrer und ein Kindergärtner darunter
Fünf der ausgeforschten Männer hatten in ihrem Beruf direkt Kontakt zu Buben und Mädchen. Bei ihnen handelt es sich um vier Lehrer und einen Kindergärtner. Das Alter der Verdächtigen reicht von 18 bis 70 Jahre - sie stammen aus allen sozialen Schichten.
Die Operation "Charly" lief laut BK-Sprecher Alexander Marakovits über das ganze Jahr 2010, da man es mit sehr vielen Verdächtigen und einer Unzahl von Daten zu tun hatte. Die Koordination übernahm dabei das Bundeskriminalamt, der operative Teil lag bei den Landeskriminalämtern, die die Hausdurchsuchungen nach und nach vornahmen.
Mehrere Verdächtige nicht erwischt
Die Verdächtigen waren nicht Teil eines Kinderpornorings, dessen Mitglieder untereinander in Kontakt stehen, sondern hatten sich von dem Server in Luxemburg Bilder heruntergeladen. Dabei hinterließen sie ihre IP-Adressen. 163 davon wurden den heimischen Behörden übermittelt.
Doch einige hatten ihre Spuren so geschickt verwischt oder hatten von Internet-Cafés aus auf den Server zugegriffen, dass sie nicht ausgeforscht werden konnten. Immerhin wurden 107 Personen - einige davon waren bereits bei der Aktion "Geisterwald" und "Sledgehammer" im Netz der Fahnder gelandet - erwischt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.