01.03.2021 22:43 |

Öffnung gerechtfertigt

Anschober: „Keine großen Pandemie-Anheizer“ dabei

Die Neuinfektionen steigen seit Wochen, die Sieben-Tage-Inzidenz entfernt sich immer mehr von der erwünschten Zweistelligkeit - und dennoch wurden am Montag einige Corona-Beschränkungen gelockert. Die meisten Experten waren dagegen, auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) stand auf der Bremse. In der „ZiB 2“ verteidigte er die Öffnungsschritte: Es seien „keine große Pandemie-Anheizer“ dabei, in manchen Bereichen gebe es sogar Verschärfungen. „Nach Ostern wird‘s leichter“, stellte er in Aussicht.

„Es wird wärmer, wir haben dann über eine Million Menschen geimpft“, so Anschober über die nähere Zukunft. Bis dahin gelte es, die „schwierigsten Wochen“ zu überstehen.

In zwei Wochen Evaluierung, „ob wir die Notbremse ziehen müssen“
Die nun erfolgten Öffnungsschritte rechtfertigte der Gesundheitsminister damit, dass die Kinder und Jugendlichen, die von den ab 15. März in Aussicht gestellten Sport-Möglichkeiten profitieren sollen, unter der Krise „am meisten leiden“. Die Gastgärten zählten nicht zu den „Corona-Anheizern“, zudem muss die Öffnung erst bestätigt werden: In zwei Wochen, am 15. März, erfolge eine weitere Evaluierung mit Experten und Landeshauptleuten, „ob wir auf Kurs sind oder die Notbremse ziehen müssen“.

„Ausreisetests“ für Bezirke mit Inzidenz über 400
Die meisten Experten hatten im Vorfeld vor weiteren Lockerungen gewarnt. Anschober sprach von der einhelligen Meinung, bei Öffnungen „zumindest genauso viel Wert auf Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie“ zu legen, was aus seiner Sicht auch gemacht wurde: FFP2-Masken würden weiter forciert, Schwerpunktkontrollen für Hotspots sollen kommen. Für Bezirke, „die durch die Decke schießen“, werde es ein „Sicherheitsnetz“ geben: Übersteigt die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 400, dürfen Bewohner nur noch mit einem negativen Testergebnis den Bezirk verlassen.

Impfung: „Im Lauf des Sommers werden wir durch sein“
Mittelfristig zeigte sich Anschober optimistisch: Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt davon gesprochen, bis 21. September jedem Deutschen ein „Impfangebot“ zu machen. Das möchte Anschober toppen: „Ich glaube, das geht bei uns sogar schneller. Im Lauf des Sommers werden wir durch sein.“

Andreas Barth
Andreas Barth
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