27.02.2021 11:22 |

Bürgermeister warnt

Grado: „Reiseverbot, sonst Sommersaison in Gefahr“

Die Italiener können sich derzeit an milden Temperaturen erfreuen - doch einem Bürgermeister bereitet das prognostizierte schöne Wetter große Sorgen. Grados Stadtchef Dario Raugna befürchtet, dass Zigtausende Touristen am Wochenende seine Ortschaft stürmen könnten. Er forderte daher ein Reiseverbot - zumindest für Küstengebiete -, um eine Ausbreitung des Coronavirus und seiner Mutationen Einhalt zu gebieten und die Urlaubssaison zu retten.

Der Bürgermeister forderte den Regionalpräsidenten der Region Friaul Julisch Venetien am Freitag auf, das Gebiet zu einer „orangen Zone“ zu erklären und Reisen zu Küstengebieten am aktuellen und nächsten Wochenende zu untersagen, berichtet rainews.it. Es sei ein Ansturm von 20.000 Menschen prognostiziert. „Ein Touristenstrom ist nicht beherrschbar, die örtliche Polizei und Carabinieri haben mich ebenfalls davor gewarnt“, so der Bürgermeister in einer eilig anberaumten Pressekonferenz.

Bürgermeister: „Sommersaison in ernsthafter Gefahr“
Damit will Raugna verhindern, dass sich die britische Virusvariante weiter ausbreitet. „Wir bitten Sie, noch ein paar Wochen zu opfern“, appellierte der Bürgermeister - er sieht sonst die Sommersaison in ernsthafter Gefahr. Sein Amtskollege aus Lignano Sabbiadoro, Luca Fanotto, teile seine Meinung. Ihm sei es ein Anliegen, „die Gesundheit unserer Touristen und Besucher zu schützen“.

Stadtchef mahnt Touristen, vorsichtig zu sein
„Wir Bürgermeister können keine Maßnahmen ergreifen, um die Einreise in das Gebiet zu verbieten“, erklärte der Stadtchef. „Ich könnte die am stärksten frequentierten Orte wie den Staudamm Nazario Sauro schließen, aber dies würde die Menschen auf andere Straßen bringen.“ Sein Appell daher an die nicht so ganz willkommenen Besucher: „Ich möchte diejenigen sensibilisieren, die am Wochenende nach Grado kommen, und sie einladen, äußerst vorsichtig zu sein“, zitierte „Il Goriziano“ den Bürgermeister.

Offene Gastro lockt auch viele Kärntner nach Italien
Das milde Wetter könnte auch wieder viele Kärntner motivieren, einen Ausflug nach Bella Italia zu machen - obwohl ihnen bei der Rückreise nach Österreich eine Quarantäne droht, wenn sie an der Grenze kontrolliert werden. Da die Gastronomie in Italien bis 18 Uhr geöffnet sein darf, ist die Versuchung für einige groß, für eine Pizza in den Süden zu fahren.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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