Nach dem zehnten Heimsieg en suite ist der Titelverteidiger damit wieder vor den Wienern Tabellenzweiter und verkürzte den Rückstand zur Halbzeit des Grunddurchgangs auf den KAC auf zehn Zähler. Der Tabellenvierte VSV feierte mit dem 4:1 in Zagreb einen ebenso klaren Erfolg wie die Graz 99ers, die auf eigenem Eis die Black Wings aus Linz 5:2 besiegten. Auch Olimpija Laibach wurde mit dem 6:2-Heimtriumph über den Tabellenvorletzten Fehervar seiner Favoritenrolle gerecht. Die Liga geht nun wegen der Länderspielpause erst am 21. Dezember weiter.
HK Jesenice - KAC 5:3 (1:0, 1:2, 3:1)
Ausgerechnet beim Tabellenletzten Jesenice hat der KAC eine 3:5-Niederlage bezogen. Für den EBEL-Leader war es die zweite verlorene Partie en suite nach dem beeindruckenden 17-Spiele-Erfolgslauf, der erst am Freitag von den Vienna Capitals im Penaltyschießen gestoppt worden war. Für die Kärntner endete damit auch jene Serie von 21 Spielen seit 19. September, in denen sie stets zumindest gepunktet hatten.
Der KAC präsentierte sich von Beginn an mit zu wenig Bewegung, konnte sich auf das aggressive, schnelle Spiel der Gastgeber nicht einstellen. Zwar kam man durch Ratz (25./PP) und Schuller (36.) von 0:2 wieder auf 2:2 heran, geriet nach einem 3:0-Lauf der Slowenen zu Beginn des Schlussdrittels innerhalb von sieben Minuten aber endgültig ins Hintertreffen - Brandners Treffer zum 3:5 (53.) kam zu spät. "Wir waren wirklich schwach heute", analysierte KAC-Coach Manny Viveiros. "Wir haben gedacht, wir können hier locker spielen und die Partie gewinnen. Die Niederlage war verdient."
Graz 99ers – Black Wings Linz 5:2 (1:1, 2:1, 2:0)
Im dritten Aufeinandertreffen in der laufenden Saison gelang den Graz 99ers der erste Erfolg gegen Black Wings Linz. Die Steirer beendeten mit diesem Sieg in der Eishalle Liebenau vor 1.500 Besuchern die davor sechs Spiele andauernde Erfolgsserie der Linzer.
Dabei gingen die Gäste durch Macdonald bereits nach sechs Minuten mit 1:0 in Führung. Ganahl sorgte aber postwendend für den Ausgleich. Lenes für die 99ers und abermals Macdonald für die Black Wings scorten im Mitteldrittel, ehe Kuiper die Grazer in der 40. Minute mit 3:2 in Front brachte. Die Hausherren hätten höher führen können, aber Patrick Harand brachte den Puck im leeren Tor nicht unter und Tremblay traf nur die Stange.
Im Schlussdrittel parierte der bestens disponierte 99ers-Keeper Weinhandl alle Linzer Angriffe. Herzog durch einen Penalty und Matthias Iberer, der in der Schlussminute ins leere Tor traf, sorgten schließlich für den Endstand von 5:2.
Red Bull Salzburg - Vienna Capitals 8:7 (2:3, 2:2, 4:2)
Drei Tage nachdem sie den Siegeslauf des KAC beendet hatten, verloren die stark ersatzgeschwächten Vienna Capitals in einem denkwürdigen Spiele gegen Meister Salzburg nach 7:4-Führung noch mit 7:8.
Obwohl die Capitals nicht nur ohne den Langzeit-Gesperrten Rafael Rotter, sondern mit einer wahren Rumpftruppe angetreten waren, profitierten sie lange Zeit davon, dass ihre eigene Verteidigung zunächst hervorragend stand, während jene der Salzburger nicht immer optimal positioniert war. Am Ende einer Begegnung der beiden Teams mit dem besten Angriff stand ein verrücktes Torfestival mit 15 Treffern.
Salzburg benötigte aber zwei gewaltige Zwischenspurts, um die Partie noch herumzureißen. Zunächst stellten sie mit zwei Toren innerhalb von 2:58 Minuten von 2:3 auf 4:3. Ein quasi geschenktes Tor durch Rottmann (als offizieller Torschütze wurde aber Oraze angegeben, auch das erste Tor der Salzburger dürfte eher Latusa als Lynch erzielt haben), brachte die Wiener wieder heran. Dank dreier weiterer Tore führten sie am Beginn des Schlussdrittels sogar schon mit 7:4.
Was wie die Entscheidung für die Gäste aussah, war aber nur der Auftakt zur endgültigen Wende zugunsten Salzburgs. Sie begann mit einem von Oraze ins eigene Tor abgelenkten Trattnig-Glückstreffer zum 5:7. Danach waren die Hausherren vor allem dank einiger Ex-Wien-Spieler nicht mehr zu halten. Die längst am Zahnfleisch gehenden "Caps" hingegen hatten mit ihren nur drei Linien nichts mehr nachzulegen, nahmen zudem so viele Strafen, dass der Siegestreffer für Salzburg fast noch logisch kam.
Zagreb – Villacher SV 1:4 (0:1, 0:1, 1:2)
Der Villacher SV hat einen klaren 4:1-Erfolg in Zagreb gefeiert. Damit sicherten die Kärntner Adler vor der Nationalteam-Pause ihren vierten Tabellenplatz ab. Nachdem die Kärntner im letzten Duell mit den Kroaten erstmals eine Niederlage (2:4) bezogen hatte, ließen sie diesmal im Dom Sportova nichts anbrennen.
Damon (20.) im Powerplay knapp vor der ersten Sirene und Langfeld (22.) kurz nach Beginn des Mittelabschnitts schossen eine 2:0-Führung heraus. Nach dem Treffer von Martinz (43.) zum 3:0 war die Vorentscheidung gefallen. Danach glückte Rivers in einem 5:3-Überzahlspiel zwar noch der Ehrentreffer für die teilweise äußerst undiszipliniert spielenden Kroaten, den Schlusspunkt setzte aber Ferland (55.) für die Gäste.
Olimpija Ljubljana - Fehervar 6:2 (2:1, 1:0, 3:1)
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