22.02.2021 11:01 |

Reha in Weyer:

Nach Corona-Erkrankung lernte Linzer wieder atmen

Mario Kanz (42) aus Linz überlebte die Corona-Erkrankung. Die Angst vor dem Ersticken aber holt ihn immer wieder ein. Dazu kamen Erschöpfungszustände. Im Reha-Zentrum Weyer lernte er das Atmen neu. Insgesamt wurden dort 150 Corona-Patienten fit gemacht.

„Ich hatte die typischen Anzeichen, nämlich Geruchs- und Geschmacksverlust“, erinnert sich Mario Kanz. Ende Oktober erkrankte der 42-jährige Linzer an Corona. Binnen drei Tagen ging es ihm schlecht: „Ich bekam Atemnot. Die Rettungskette funktionierte gut, ich kam mit dem Notarzt rechtzeitig ins Spital.“

Erstickungsangst
Kanz drohte zu ersticken: „Man bekommt leider alles mit. Man weiß, dass man erstickt. Die Angst damals holt mich heute noch manchmal ein“, schildert er den Tiefpunkt seiner Erkrankung. Er hatte Glück und erholte sich wieder, konnte das Spital verlassen.

Enorme Erschöpfung
Doch sein Erschöpfungszustand war enorm: „Ich bin einen Monat nur gelegen. Eine Dusche oder der Gang aufs Klo waren Kraftakte.“

Corona kann der Lunge auf zwei Arten sehr zusetzen
Entweder kommt zu wenig Luft in die Lunge, der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Oder die Atmung ist sehr flach, man baut Atemmuskeln innerhalb weniger Tage rasch ab. Im Reha-Zentrum der PVA in Weyer lernte Kanz wieder atmen durch gezieltes Training. Nach einem Monat fühlt er sich fit, er kann wieder arbeiten und sogar auf den Berg gehen.

Erschöpfung bleibt lange
„Klar ist aber, dass diese typische Erschöpfung auch nach der Reha oft nicht ganz behoben ist“, berichtet Gabriele Reiger, Ärztliche Leiterin des Reha-Zentrums Weyer.

Elisabeth Rathenböck
Elisabeth Rathenböck
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