OÖ-Versicherung-Chef:

„Menschen wurden durch die Pandemie aufgeschreckt“

Die Zentrale der Oberösterreichischen Versicherung in der Gruberstraße in Linz: 380 Mitarbeiter gehen hier normalerweise ihrer Arbeit nach, derzeit sind aber nur maximal 130 gleichzeitig im Gebäude. „Wir setzen nach wie vor auf geteilte Teams“, sagt Othmar Nagl, der seit Jahresbeginn Generaldirektor des Unternehmens ist.

Headsets und Notebooks waren im Frühjahr 2020 unter Hochdruck organisiert worden, um den Beschäftigten das Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen. Nur das Telefonsystem macht dem verstärkten Homeoffice bei der Oberösterreichischen Versicherung nach wie vor zum Teil noch einen Strich durch die Rechnung - „hier haben wir noch etwas zu lösen“, sagt Othmar Nagl, seit Jahresbeginn Generaldirektor des von Linz aus agierenden Unternehmens, das 455.000 Kunden zählt. Die Corona-Situation fordert die Belegschaft. „Die Mitarbeiter verlieren den Teamgeist, weil sie sich nicht nahe sein können“, formuliert er die Nachteile des verstärkten Homeoffice.

Gut ins neue Jahr gestartet
Ob die Corona-Situation die Nachfrage bei Versicherungen verändert hat? „Absicherungsprodukte für schwere Erkrankungen und Pflege sind massiv im Steigen“, stellt Nagl fest, „die Menschen wurden durch die Pandemie aufgeschreckt“. Sonst sei aber ein generelles Zu- und Abwarten spürbar: Mitarbeiter zeigten im Vorjahr wenig Veränderungsbereitschaft, die Fluktuation war enorm niedrig, dasselbe galt bei den Kunden. Was das Prämienwachstum betrifft, lief der Jänner gut: „Verblüffend“, gesteht er.

Leidenschaft Musik
Nagl, der im Jahr 2008 in den Vorstand der Oberösterreichischen Versicherung aufstieg, ist als Nachfolger von Josef Stockinger in der neuen Rolle als Generaldirektor gut angekommen. „Inhaltlich hat sich für mich nicht rasend viel geändert“, sagt der 52-Jährige, der aus Puchkirchen am Trattberg kommt, Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuni in Wien studiert hat - und parallel dazu das Konzertfach Klarinette an der Musikhochschule. Der Musik ist der dreifache Familienvater treu geblieben. Klarinette spielt er nach wie vor gerne: „Meist mit Freunden.“

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Donnerstag, 23. September 2021
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