Rendi-Wagner drängt:

„Müssen auf Engpässe bei Impfung sofort reagieren“

Politik
22.01.2021 22:45

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner forderte die Bundesregierung angesichts der am Freitag angekündigten reduzierten Liefermengen durch den Impfstoffhersteller AstraZeneca zum raschen Handeln auf. Die Engpässe müssten möglichst rasch überbrückt werden, um die Intensivstationen im Land entlasten zu können.

Im Interview in der ORF „ZiB 2“ erklärte die Oppositionschefin, dass nun Zeit zu handeln sei, „nicht erst in einigen Wochen“. Sollte es wirklich zu den angekündigten Engpässen bei der Versorgung mit dem Impfstoff des Unternehmens AstraZeneca - dieser ist wesentlicher Teil der österreichischen Impf-Strategie - kommen, müsse „sofort“ reagiert werden.

Pamela Rendi-Wagner im Interview in der „ZiB 2“ (Bild: Screenshot tvthek.orf.at/ZIB 2)
Pamela Rendi-Wagner im Interview in der „ZiB 2“

Drei Lösungsvorschläge parat
Rendi-Wagner hat dazu auch gleich drei mögliche Vorschläge parat. So sollte etwa geprüft werden, ob man aus den bereits vorhandenen Ampullen sechs bis sieben Impfdosen, statt der bisher fünf bis sechs, nutzen könne. Alleine dadurch könne man bis zu 10.000 Menschen pro Woche zusätzlich immunisieren.

Überschüssige Impfstoffe aus Israel importieren?
Für den Zeitraum der Lieferengpässe könnte man etwa auch den Zeitraum zwischen den Impfungen auf fünf bis sechs Wochen ausdehnen - dies sei laut Fachinformationen möglich, so die SPÖ-Chefin. Außerdem müsse man sich bemühen, weitere Impfstoffe ins Land zu bekommen. Hier schielt Rendi-Wagner etwa in Richtung Israel, dass mehr Impfstoffe zur Verfügung habe, als man eigentlich brauchen werde.

Der Impfstoffentwickler AstraZeneca kündigte an, dass er vorerst nur rund ein Drittel der vereinbarten Impfdosen liefern kann. (Bild: AFP)
Der Impfstoffentwickler AstraZeneca kündigte an, dass er vorerst nur rund ein Drittel der vereinbarten Impfdosen liefern kann.

Es sei nun dringend notwendig, die Risikogruppen mit Hilfe der Impfung rasch gegen das Virus zu schützen, „um den Druck von den Intensivstationen zu nehmen“. Insbesondere, da auch die britische Corona-Mutation in den kommenden Monaten zur Herausforderung werde. Sie selbst wolle hier ihre fachliche Expertise einbringen.

Die SPÖ-Chefin mahnte im Gespräch mit Lou Lorenz-Dittlbacher zur Eile bei der Bekämpfung der Pandemie. (Bild: Screenshot tvthek.orf.at/ZIB 2)
Die SPÖ-Chefin mahnte im Gespräch mit Lou Lorenz-Dittlbacher zur Eile bei der Bekämpfung der Pandemie.

Noch keine Aussicht auf Lockdown-Ende
Eine seriöse Prognose, wie lange der Lockdown nun noch dauern werde, sei „derzeit nicht möglich“, meint Rendi-Wagner. Dank der mit der Bundesregierung gemeinsam auf den Weg gebrachten Teststrategie könne man es, gemeinsam mit der Impfung, aber schrittweise aus der Pandemie schaffen.

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