Auch wenn's weh tut

Wasser steht uns bis zum Hals – Land fährt Sparkurs

Steiermark
25.11.2010 16:40
Franz Voves und Hermann Schützenhöfer haben am Donnerstag kein Hehl daraus gemacht, dass uns in der Steiermark das Wasser bis zum Hals steht. Wohltuend, eigentlich. Es wird nicht mehr Sand in die Augen gestreut, herumg'frettet und gelogen, dass sich die Balken biegen. Der neue steirische Politik-Stil: Die Wahrheit sagen, auch wenn's weh tut!

Die "Grauslichkeiten" im Detail, die mussten dann Finanzlandesrätin Bettina Vollath und ÖVP-Kollege Christian Buchmann präsentieren. Über allem schwebt: 25 Prozent müssen eingespart werden. Satte 900 Millionen sind das in den nächsten zwei Jahren, bis zum Jahr 2013 peilt die Regierung bereits ein Nulldefizit an.

Und wo genau gibt's die Einschnitte? Nur so viel: Die jeweiligen Politiker müssen ihrem Klientel erklären, warum (und wie viel) es in den jeweiligen Bereichen weniger gibt. Auch nicht lustig, passt aber zum neuen Stil. Die Achse der beiden Großen scheint mittlerweile übrigens sehr belastbar. Man wolle nicht - so wie es der Bund gerade vormacht - mit Einzelvorstößen die Menschen verunsichern. "Nicht ständig gackern, sondern melden, wenn das Ei gelegt ist." (© Hermann Schützenhöfer)

In der Wirtschaft bleibt kein Stein auf dem anderen
Landesrat Christian Buchmann (Kultur, Wirtschaft) wurde dann aber - zumindest was seine Ressorts betrifft - doch ein bisserl konkreter. In der Wirtschaft etwa, da werde kein Stein auf dem anderen bleiben. Selbst die (erfolgreiche) Clusterpolitik werde einer ernsthaften Evaluierung unterzogen. Und auch in der Kultur wird aufgeräumt. Bei den großen Häusern ebenso, wie bei Festivals (fällt die "Regionale"?) und bei Medienförderungen (Falter).

"Steirermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

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