Hinweise erbeten

Niemand will verwahrlostes Kätzchen kennen

Eine Spaziergängerin aus Schalkham in der Gemeinde Mattsee in Salzburg traute ihren Augen nicht, als sie unweit ihres Wohnorts ein krankes Katzenkind in erbarmungswürdigem Zustand am Wegesrand sah. Bisher gibt es leider keine Hinweise, woher das Tier kommt und wer es so vernachlässigt hat - können Sie helfen?

Die Frau steckte das Kätzchen sofort in ihren Rucksack und brachte es zum nur wenige Minuten entfernten Tierschutzhof „Pfotenhilfe“, wo festgestellt wurde, dass das erst etwa drei Monate alte Katzenmädchen an stark fortgeschrittenem Katzenschnupfen leidet, einer weit verbreiteten Katzenkrankheit mit oft schwerem Verlauf. Dadurch ist eines der Augen bereits so entzündet, dass sogar schon der Augapfel aus der Augenhöhle herausgetreten ist.

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Es kann durchaus sein, dass jemand in der Siedlung etwas weiß, aber sich nichts sagen traut.

Johanna Stadler, "Pfotenhilfe"

Ein furchtbarer Anblick, den Geschäftsführerin Johanna Stadler leider nicht zum ersten Mal sieht: "Unbehandelter Katzenschnupfen führt zu schweren Augenentzündungen bis hin zum Verlust des Auges. Allerdings ist dieser aktuelle Fall auch für mich kein alltäglicher Anblick, den man erst einmal verdauen muss. Das Auge kann nur noch durch eine Operation entfernt werden, was derzeit in einer Tierklinik durchgeführt wird. Die Frage ist aber: Wer lässt seine Katzen so verwahrlosen oder hat sie gar ausgesetzt?“

Erst kurz vor Weihnachten waren drei etwa gleichaltrige, sehr ähnlich aussehende Kätzchen zur „Pfotenhilfe“ gebracht worden, gefunden in Schalkham, ebenfalls stark entzündete Augen. Es dürfte sich hier um die Geschwister handeln. „Johanna Stadler: „Deshalb bitten wir um Hinweise, wem diese Katzen gehören! Tiere derart verwahrlosen und mit ihren Schmerzen im Stich zu lassen oder auch sie auszusetzen, ist jedenfalls Tierquälerei, die wir im Fall von entsprechenden - gerne auch anonymen - Hinweisen den Strafverfolgungsbehörden anzeigen werden."

Die gesetzliche Kastrationspflicht für Katzen wurde auch hier ein weiteres Mal einfach ignoriert, was wieder zu schwerem Tierleid geführt hat. Da es - außer nach Anzeigen - so gut wie nie behördliche Kontrollen gibt, spekulieren die Tierquäler damit, nicht erwischt zu werden. Hinweise sind bisher leider noch keine eingegangen. "Es kann durchaus sein, dass jemand in der Siedlung etwas weiß, aber sich nichts sagen traut. Es wurden noch zwei Katzen gesichtet, für die von den Bewohnern gerade unsere Fallen aufgestellt wurden", so Stadler.

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Freitag, 26. Februar 2021
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