Alois Brandstetter

„Es bleibt genügend Stoff für neue Essays“

„Eine Autobiographie schreibt ein 82-Jähriger sicher nur einmal“, meint Alois Brandstetter zur „Krone“. Der bekannte Autor, Uni-Professor und Humorist aus Pichl bei Wels gilt als Doyen der österreichischen Nachkriegsliteratur. Er legt im Residenz Verlag seine 400 Seiten starke „Lebensreise“ vor: ein Spaziergang zwischen Gestern und Heute.

Angeblich soll die „Lebensreise“ Alois Brandstetters letzter Roman sein; angeblich schreibt er nur mehr kurze Geschichten. Zur „Krone“ sagt der in Klagenfurt lebende Uni-Professor und Germanist: „Eine Autobiographie schreibt man in meinem Alter nur einmal. Obwohl mir natürlich nachträglich immer wieder etwas einfällt, was wohl auch berichtenswert gewesen wäre. So bleibt genügend Stoff für Essays und Feuilletons.“ Brandstetter, der bisher mehr als 35 Bücher und Romane verfasste, schreibt also sein Leben weiter.

Aufbruch in OÖ
An seiner „Lebensreise“ (Residenz, 26 €) arbeitete er eineinhalb Jahre. Vollendet ist nun ein Erinnern an die wichtigsten Stationen. Aufgebrochen ist Brandstetter als das siebente Kind eines Bauern in Pichl bei Wels, er besuchte das bischöfliche Petrinum in Linz-Urfahr, machte dann aber in Wels sein Matura. Sesshaft wurde er in Kärnten...

Mit dem Namenspatron unterwegs
Im Buch lässt Brandstetter vor allem seine geistige Entwicklung vorüberziehen, leugnet dabei nicht seine Zugewandtheit zur katholischen Kirche. Auch darum wird der Heilige Aloysius nicht nur als Namenspatron bemüht, sondern er ist eine jener Persönlichkeiten, die in diesem literarischen Spaziergang zwischen Gestern und Heute Hinweise, Anlässe, Denkanstöße, Reibung bieten. Viele andere Lebensbegleiter schlendern mit, auch Wege und Ursachen für Romane wird der Leser aufspüren. Leben und Werk durchdringen einander. Lesenswert!

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

 OÖ-Krone
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Freitag, 26. Februar 2021
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