14.01.2021 19:00 |

Im Internet abgezockt

Tirolerinnen verloren Tausende Euro an Betrüger

Internet-Betrügereien sind derzeit offenbar groß „in Mode“: Zwei in Tirol wohnhafte Frauen wurden in den vergangenen Monaten von Internetbetrügern über den Tisch gezogen. Einer 42-Jährigen aus Pfunds wurde Liebe vorgegaukelt, eine 73-Jährige aus Innsbruck „investierte“ auf der falschen Webseite, ebenso ein Innsbrucker (87). 

Im Zeitraum zwischen 16. Juni 2020 und 4. Jänner 2021 nahm eine in Tirol wohnhafte Deutsche über eine Internetplattform Kontakt mit zwei Unbekannten auf. Die 42-Jährige kannte zwar nur ihre „Nikenamen“, chattete aber trotzdem gerne mit den beiden. „Es wurde ihr Liebe vorgegaukelt und von gemeinsamem Urlaub gesprochen“, schildert die Exekutive.

Die beiden Unbekannten - einer gab sich auch als Polizist aus - brachten die Frau schließlich dazu, dass sie diesen für angebliche Anwaltszahlungen, eine krebskranke Mutter, Bearbeitungsgebühren und weitere Szenarien mehrmals Geldbeträge auf ein Konto in Deutschland überwies. Der Gesamtschaden liegt im unteren fünfstelligen Eurobereich. Weitere Ermittlungen zur Ausforschung der Täter sind im Gange.

Von „Finanzvorstand“ bedroht
Eine 73-jährige Einheimische wurde mit einer anderen Masche abgezockt: Im Internet wurde sie Anfang September 2020 auf eine Handelsplattform für Onlineaktien aufmerksam. Sie eröffnete ein Konto und investierte einen höheren Geldbetrag, der sogleich durch die „Firma“ als Neukundenangebot verdoppelt wurde. Kurze Zeit später war das Konto bis auf einen kleinen Betrag geleert.

Ein „Mitarbeiter“ sowie später auch ein angeblicher Finanzvorstand der Firma überredeten sie, auch unter Androhung von rechtlichen Konsequenzen durch einen Rechtsanwalt, weiteres Geld für eine Versicherung und Ankauf von Bitcoins zu investieren. So überwies die 73-Jährige bis Jänner 2021 immer wieder höhere Geldbeträge. Angeblich wurde auch unter Verwendung einer Software auf den PC der Frau zugegriffen und das Konto ausspioniert. Der Gesamtschaden liegt hier im mittleren fünfstelligen Eurobereich.

Auch 87-Jähriger betrogen
Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen eröffnete ein 87-jähriger Innsbrucker am 19. Juni ein Konto über eine Internett Plattform und bezahlte in weiterer Folge unter Betreuung eines vermeintlichen Finanzberaters in mehreren Etappen einen unteren, sechsstelligen Eurobetrag ein. Nach zwei Auszahlungen wollte der 87-Jährige die Auszahlung des gesamten Kapitales beantragen, was jedoch nicht durchgeführt wurde. Durch diese Tat entstand dem Geschädigten ein Schaden im oberen, fünfstelligen Eurobereich.

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