Großteil schon benutzt

Bisher 8360 Impfdosen in Österreich ausgeliefert

Österreich
05.01.2021 13:18

Österreich bekommt derzeit pro Kalenderwoche 63.000 Impfdosen zum Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus geliefert. Bis Ende dieser Woche werden insgesamt rund 126.000 Dosen Impfstoff angekommen sein. Mit Dienstag wurden laut Gesundheitsministerium exakt 8360 Dosen ausgeliefert. In Österreich wurden seit Montag 2311 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet, die Zahl der Todesfälle liegt genau bei 100.

Der Großteil der 8360 Dosen dürfte bereits injiziert worden sein. „Sie müssen gleich nach der Zuteilung verimpft werden“, teilte dazu ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Die gelieferten Impfdosen wurden demnach auf die 17 Logistikzentren des Pharma-Großhandels aufgeteilt und dann den vorgesehenen Einrichtungen mit priorisiertem Impfbedarf - Pflegeheime und Covid-Stationen in Spitälern und Krankenanstalten - zugestellt.

Verteilung auf Bundesländer
Von den 8360 Dosen hat 2800 Wien erhalten. 2690 sind auf Niederösterreich entfallen, 890 auf Salzburg, 525 auf Vorarlberg und 485 auf Tirol. 460 hat Oberösterreich bekommen, 300 Kärnten, 170 das Burgenland und 40 die Steiermark.

(Bild: Imre Antal)

Bis Ende Februar sollen zunächst 158.000 Bewohner in Alters- und Pflegeheimen sowie 36.000 covid-19-exponierte Mitarbeiter im ärztlichen und pflegerischen Bereich - etwa auf Intensivstationen - und somit fast 200.000 Personen geimpft sein. Dabei handle es sich um eine „Zielvorgabe“, hieß es seitens des Gesundheitsministeriums. „Wir wollen das möglichst schnell erledigen“, betonte ein Sprecher. Es sei möglich, dass der Impfstoff - pro Geimpftem werden zwei Dosen benötigt - bei idealem Verlauf rascher verabreicht werden kann.

Bestellungen ab sofort möglich
Seit Dienstag war es für rund 900 Pflegeeinrichtungen und Spitalsträger möglich, Impfstoffe direkt bei der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) zu bestellen. Die Bestellungen werden über den e-Shop der BBG abgewickelt. Bis 15.00 Uhr wurden 39.035 Dosen angefordert, die nun zum gewünschten Lieferdatum - großteils der kommende Montag - vom Pharmagroßhandel zugestellt werden. Bis Ende Jänner sollen rund 300.000 Dosen bei den Endverbrauchern eingelangt sein.

Die Bundesländer können je nach organisatorischer Vorbereitung vor Ort aus ihrem Kontingent Impfdosen abrufen. Diese werden ab Bestellung zusammen mit dem Zusatzmaterial wie Spritzen und Nadeln im Paket an die jeweiligen Impfstellen ausgeliefert. Verimpft wird durch das Gesundheitspersonal an Ort und Stelle. Die empfohlene Dauer zwischen Verabreichung der ersten und zweiten Dosis des derzeit verfügbaren Impfstoffes von Biontech/Pfizer beträgt 21 Tage. Die Verimpfung der zweiten Dosis kann bis spätestens 42 Tage nach der ersten Impfung erfolgen.

Erste Impfrunde in Kärnten
Am Dienstag auch in Kärnten die ersten Bewohner und Mitarbeiter aus vier Pflegeheimen gegen Corona geimpft. 282 Personen hatten sich dazu angemeldet, weitere sollen in den nächsten Wochen noch folgen. Die ersten Statements und Reaktionen von geimpften Personen sind durchaus positiv.

Kritik an Abläufen
Tirols schwarzer Arbeiterkammerchef Erwin Zangerl übte indes scharfe Kritik an der Vorgangsweise bei der Bekämpfung des Coronavirus in Österreich. Er sieht zu wenig Fokus auf die Impfung gelegt. Obwohl der Impfstoff zur Verfügung stehe, „wird das politische Chaos immer größer“.

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