„Mut zum Träumen“

Van der Bellen sicher: „Dieses Jahr wird besser!“

Österreich
01.01.2021 17:01

„Dieses Jahr wird besser“ - das verspricht Bundespräsident Alexander Van der Bellen in seiner Neujahrsansprache. Der österreichischen Bevölkerung wünscht er „Mut zum Träumen“, Glück und Gesundheit. Jetzt sei die Zeit, „in der wir weiter blicken müssen“ und „in der wir träumen sollten, wie wir unsere Welt verbessern können“, so das Staatsoberhaupt. Die wesentliche Frage laute: „Welche Zukunft wollen wir sehen?“

„Dieses Jahr wird besser“ - versprüht Van der Bellen in seiner Neujahrsansprache im ORF, die am Freitagabend ausgestrahlt wird, Zuversicht. „Welche Zukunft wollen wir sehen?“, so laute die zentrale Frage. Denn jetzt sei die Zeit, „in der wir weiter blicken müssen“ - „ohne Scheu, auch völlig neu zu denken, ohne Angst, zu groß zu denken“: „Jetzt ist die Zeit, in der wir träumen sollten, wie wir unsere Welt verbessern können.“.

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Wir sind zu unerhörten Leistungen fähig, wenn es darauf ankommt. Das hat doch das letzte Jahr bewiesen.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen

Konkret sprach das Staatsoberhaupt den Naturschutz, aber auch das Miteinander sowie Flucht und Armut an. „Wir sind zu unerhörten Leistungen fähig, wenn es darauf ankommt. Das hat doch das letzte Jahr bewiesen.“

Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei der TV-Aufzeichnung (Bild: APA/HBF/CARINA KARLOVITS)
Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei der TV-Aufzeichnung

Zeit zum Reflektieren nutzen
Die „kurze Zeit der Stille, bevor das Jahr so richtig losgeht“, solle zum Reflektieren und Nachdenken genutzt werden. „Denn wenn wir die Pandemie überwunden haben - und wir werden sie überwinden -, wollen wir dann wirklich exakt in jene Welt zurückkehren, die wir davor hatten?“ Das krisengebeutelte 2020 solle keinesfalls vergessen werden und die Menschen nicht so schnell wie möglich zur Tagesordnung übergehen.

Welt neu und besser aufbauen als die alte
Manche Gewohnheiten von früher seien durchaus problematisch, man müsse sich entscheiden, ob man wirklich zu ihnen zurückkehren wolle, oder ob man die Welt neu und besser baue als die alte. „Wie wäre es zum Beispiel, wenn wir uns angewöhnen, eine florierende Wirtschaft und eine blühende Natur nicht als Gegensätze zu sehen, sondern als Ziele, die sich gegenseitig bedingen?“, schlug er vor. So gebe es viele neue, Klima-orientierte und nachhaltige Technologien, die zum Motor eines neuen Aufschwunges werden könnten.

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Wie wäre es, wenn wir den Trend zur Unversöhnlichkeit und Aggression brechen ...?

Bundespräsident Alexander Van der Bellen

Liberale Demokratie wieder mehr schätzen
„Und wie wäre es, wenn wir den schreienden Gegensatz zwischen wohlbehütet und auf der Flucht oder zwischen Arm und Reich abmildern würden?“, meinte Van der Bellen außerdem. Er betonte, dass die Gesellschaft durch gegenseitigen Respekt stärker werde. „Wie wäre es, wenn wir den Trend zur Unversöhnlichkeit und Aggression brechen, den Trend sich in die eigene virtuelle Blase zurückzuziehen und andere Meinungen erbittert zu bekämpfen?“

Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Frau Doris Schmidauer begrüßten die Sternsinger heuer vor der Präsidentschaftskanzlei. (Bild: APA/BUNDESHEER/CARINA KARLOVITS)
Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Frau Doris Schmidauer begrüßten die Sternsinger heuer vor der Präsidentschaftskanzlei.

Außerdem appellierte er an die Bevölkerung, „unser wunderschönes Österreich und die liberale Demokratie“, aber auch die Europäische Union wieder mehr zu schätzen.

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