50 statt 19,90 Euro

Streit um Baum-Preis: Täuschung oder Versehen?

Niederösterreich
14.12.2020 08:00
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Niederösterreich-Krone

Der Preiskampf im Christbaum-Segment führt heuer zu einem regelrechten Ansturm auf die Händler. In St. Pölten fühlte sich ein Kunde übervorteilt und beschwerte sich über eine angebliche Täuschung beim Einkauf. Der Christbaumbauer erklärt den Sachverhalt naturgemäß anders und will den Weihnachtsfrieden wahren.

Mit großem Transparent wirbt die Firma Steinböck in der Praterstraße von St. Pölten mit erschwinglichen Christbäumen. Die Aktion für eine Größe zwischen 1,75 und 2,50 Meter um einen Kampfpreis von 19,90 Euro lockt natürlich die Kunden an, doch für einen 72-jährigen Pensionisten aus dem Bezirk kam kurz nach der Auswahl des weihnachtlichen Schmuckstückes das böse Erwachen.

„Furchtbare Lockangebote“
Statt des Schnäppchenpreises sollte er nämlich 50 Euro zahlen, weil ausgerechnet sein Bäumchen nicht in Aktion war: „Das sind furchtbare Lockangebote, die einzig zum Kundenfang dienen. Ich hab' den Preis dann abgelehnt, aber das trauen sich bestimmt nur wenige“, so Manfred G. erzürnt.

Auf „Krone“-Anfrage reagierte Christbaum-Händler Josef Steinböck verständnisvoll und erklärte: „Das Transparent zeigt unsere Aktion an. An zahlreichen Preislisten und Farbschleifen kann man die anderen Preise jedoch sehr genau ablesen. Mir tut das Versehen leid und deshalb würde ich den Herrn gern zu uns einladen, damit er sich auch nach einem Baum in seiner Preisklasse umsehen kann.“ Für Kunde G. aber keine Option: „Ich werde mir meinen Baum nun von einem anderen Produzenten holen, dort wird man noch ordentlich bedient.“ Wohl kein Fest der Vergebung.

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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