30.11.2020 11:42 |

Neuer Anschober-Aufruf

Prominente Mitstreiter für „Stopp Corona“-App

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Rotkreuz-Bundesrettungskommandant Gerry Foitik haben bei einer Pressekonferenz am Montag abermals zur Installation der „Stopp Corona“-App aufgerufen. Das digitale Kontakttagebuch sei ein wichtiger Beitrag eines jeden Einzelnen, um das Contact Tracing zu vereinfachen. Um der Bevölkerung die App schmackhaft zu machen, holten sich Anschober und Foitik Promis wie Harald Krassnitzer, Franco Foda, eine Mode-Influencerin sowie Rotkreuz-Botschafterin und „Krone“-Ombudsfrau Barbara Stöckl zu Hilfe.

Anschober hob bei der Pressekonferenz am Montag - zwei Wochen nach dem letzten Aufruf - abermals hervor, wie wichtig die App des Roten Kreuzes für das Contact Tracing nach dem Lockdown sei. Man habe zwar Rückgänge bei den Infektionszahlen beobachtet, sei in Österreich aber weiter „auf dramatisch hohem Niveau“. Die App sei ein wertvolles Hilfsmittel, um die Zeit zu überbrücken, bis die Impfung bereitstehe. Er hoffe auf einige Hunderttausend weitere Nutzer bis Ende der Woche.

„Wir haben noch Luft nach oben“, erneuerte der Minister seinen Installations-Appell. „Wir merken, dass sie wirkt“, sagte Anschober über die App. Parallel zum Infektionsgeschehen sehe man auch eine Zunahme der Warnungen. Seit dem Start der App wurden bereits Tausende Österreicher gewarnt, dass sie Kontakt mit einer infizierten Person hatten.

Prominente Unterstützer werben für App
Zugespielt wurde bei der Pressekonferenz unter anderem eine Videobotschaft des „Tatort“-Stars Harald Krassnitzer, der zur Installation der App aufrief. Ein Corona-infizierter Informatiker berichtete, ebenfalls per Videobotschaft, wie die App ihm bei der Verständigung seiner Kontakte half und dass er keinerlei Bedenken wegen des Datenschutzes habe.

Weitere Unterstützer der App, die bei der Pressekonferenz für die Installation des Tools warben, waren Rotkreuz-Botschafterin Barbara Stöckl, die Mode-Bloggerin Madeleine Alizadeh, Fußballtrainer Franco Foda, Social-Media-Expertin Ingrid Brodnig und „Watchado“-Gründer Ali Mahlodji.

1,5 Millionen Downloads sind „noch lange nicht genug“
Rotkreuz-Kommandant Foitik erneuerte ebenfalls seinen Aufruf, die App zu installieren. „Das dauert vielleicht 30 bis 60 Sekunden, man nimmt Basiseinstellungen vor und dann funktioniert diese App verlässlich in der Hosentasche.“ Foitik erklärte auch nochmals, wie die App funktioniert: Sie fahndet per Bluetooth nach anderen Smartphones in der Nähe und protokolliert den Kontakt für den Fall einer Covid-19-Infektion.

Erkrankt eine Person an Covid-19, kann sie über die App alle Kontakte der letzten Tage warnen. Bislang habe man 1,5 Millionen Downloads verzeichnet. „Das ist aber noch nicht genug, finde ich“, sagte Foitik. Er hoffe, dass künftig noch viel mehr Österreicher die Anwendung benützen. Künftig werde die App und ihre Funktionsweise noch transparenter und mit den Apps der Nachbarstaaten kompatibel werden. So solle etwa ab Mitte Dezember der Datenaustausch mit der deutschen Corona-Warn-App ermöglicht werden.

Infektionszahlen sanken am Montag unter 3000
Am Montag bezifferte Anschober die Zahl der neu infizierten Österreicher mit 2748 bei knapp über 15.000 Tests, es gab mehr als 4000 Genesene und 79 Tote. In den Spitälern mussten 89 neue Covid-19-Patienten behandelt werden, zehn Menschen kamen auf die Intensivstation. Anschober rief aber in Erinnerung, dass die Montagszahlen traditionell eher niedrig sind.

Österreich war eines der ersten Länder in Europa, in denen eine App zur Kontaktverfolgung vorgestellt wurde. Der Start Ende März wurde von Problemen überschattet: Anfangs klappte die Kontaktverfolgung nur manuell, erst später wurde die automatische Protokollierung eingebaut. Zudem erlitt die App erheblichen Imageschaden, nachdem ÖVP-Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka sich in einem Interview für eine verpflichtende Installation ausgesprochen hatte. Nach schwerer Kritik ruderte er zwar zurück, die entstandene Skepsis hält sich bei vielen Österreichern aber hartnäckig.

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