27.11.2020 06:00 |

Emotionale Botschaft

Bundespräsident sagt den vielen Helfern Danke

Die dramatische Lage in den Spitälern und Telefonate mit Ärzten und Intensivpflegern haben den Bundespräsidenten aufgerüttelt. „Die Situation ist äußerst angespannt, aber noch bewältigbar“, so Alexander Van der Bellen, der am Freitag mit einer Videobotschaft an die Öffentlichkeit geht - zu sehen ist sie ab 19.30 Uhr auf krone.tv.

Niemand habe sich einen zweiten Lockdown gewünscht, „wir nicht und Sie schon gar nicht“, so der Bundespräsident, der sich an die Heldinnen und Helden unserer Krankenhäuser wendet. Die Tätigkeit in den helfenden Berufen eines Krankenhauses sei schon in normalen Zeiten eine echte Herausforderung. „Jetzt, in Covid-19-Zeiten, noch viel, viel mehr. Es kommen extreme Arbeitsbedingungen dazu, vom dauerhaften Tragen von Gesichtsmasken und schwerer Schutzkleidung und erhöhtem Gesundheitsrisiko bis hin zu extremen emotionalen Belastungen, von Hoffnung und Zuversicht bis zu Verzweiflung und Trauer.“ Derzeit werden 709 Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, auf Intensivstationen behandelt, die meisten in Oberösterreich, Tirol und der Steiermark.

Danke an „jeden Einzelnen von Ihnen“
Dann spricht Van der Bellen allen Ärztinnen und Ärzten, Intensivpflegerinnen und Intensivpflegern, allen Helferinnen und Helfern - „jeder und jedem Einzelnen von Ihnen“ - ein „großes und ganz besonders herzliches Dankeschön“ aus, „dass Sie Tag für Tag, seit Wochen und Monaten, mit großer Solidarität und höchstem Einsatz alles tun, um für jene da zu sein, die Ihre Hilfe benötigen“.

Präsident nach Sturz selbst im Krankenhaus
Der Bundespräsident war selbst nach einem Sturz im Wiener AKH behandelt worden und hatte nach seiner Entlassung an die Bevölkerung appelliert, die Kontakte zu reduzieren, damit niemand entscheiden müsse, wer ein Intensivbett bekommt und wer nicht, wer also die Chance aufs Überleben habe und wer nicht. Schon damals appellierte er an die Ärzte und Pfleger, trotz der dramatischen Lage nicht zu resignieren: „Denken Sie daran: Wir sind gemeinsam in diesen Lockdown gegangen, und wir kommen gemeinsam auch wieder heraus.“

Am Ende der emotionellen Botschaft verleiht der Präsident seiner Hoffnung Ausdruck, dass diejenigen, die das Gesundheitssystem in dieser Krise mit ihrem Engagement aufrechterhalten, zu Weihnachten eine entspannte Zeit für sich und das persönliche Miteinander finden können. Er wünsche ihnen jedenfalls ein „neues, anderes, hoffentlich besseres“ Jahr 2021.

Kronen Zeitung

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