08.11.2020 16:00 |

„Kultur im Lockdown“

Sara De Blue: Jetzt künstlerisch unabhängiger

Die Osttiroler Musikerin Sara De Blue, mit bürgerlichem Namen Sarah Köll, hat sich bereits am Beginn des ersten Lockdowns daheim in Matrei in Osttirol ein Heimstudio eingerichtet. Dort nimmt sie ihre Vocals auf, produziert und komponiert. „Ich möchte mehr als eine Sängerin sein“, sagt die 30-Jährige selbstbewusst.

Sara De Blue trifft man eigentlich als Sängerin häufig österreichweit auf den unterschiedlichsten Bühnen an. Auf diesen singt sie Jazz, Blues, Pop und kennt insgesamt kaum Genre-Grenzen. Schon im ersten Lockdown und aktuell im Lockdown 2.0. ist dieses Bühnen-Betätigungsfeld für sie weggefallen. „Zum Glück arbeite ich als Gesangslehrerin in den Musikschulen Matrei und Landeck“, gibt sie sich angesichts dieser Situation relativ gelassen. „Natürlich ist die Situation problematisch, aber ich bin Optimistin und suche immer Alternativen und Auswege“, erklärt sie.

„Deutsch-Projekt“
Schnell stellt sich aber heraus, dass sie damit nicht ihren „Brotjob“ meint, sondern ihre künstlerische Weiterentwicklung während der beiden Lockdowns. „Ich habe die deutsche Sprache für mich entdeckt“, führt sie aus. Diese empfindet sie als „authentischer“ und für sich künftig als eine „Spur, der ich nachgehen will“. Das „Deutsch-Projekt“, wie sie es selbst nennt, empfinde sie als derzeit zentral. Sie habe zwar nach wie vor den „Traum vom Songcontest noch nicht aufgegeben“, aber etwas in den Hintergrund gestellt. Auch Jazz und Blues wolle sie natürlich weiterhin singen.

Eigenes Heimstudio
Zu Hause bei ihr in Matrei haben sich für die Osttirolerin aber offenkundig die Prioritäten verschoben. „Ich mache in meinem Heimstudio verstärkt die Produktionen selbst“, streicht sie heraus. Danach nehme zwar ihr Produzent noch den „Feinschliff“ vor, alles in allem agiere sie jetzt aber wesentlich selbstständiger. „Ich kann meine Ideen besser zum Ausdruck bringen und meine künstlerische Sichtweise besser darlegen“, sagt das Multitalent. Sowohl Vocals, Klavier als auch Drums und Streicher arrangiere sie selbst.

Jammern ist trotz des neuerlichen Kultur-Lockdowns nicht ihre Sache. „Ich will stattdessen Menschen aufheitern und etwas Gutes tun“, führt sie aus. Im Dezember wird es daher einen „humoristischen Song“ geben, der zudem einen „karitativen Hintergrund“ hat.

Markus Stegmayr, Kronen Zeitung

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