Oberösterreich:

20 Todesopfer nach Covid-Infektionen in Heimen

Von den bisher 102 Corona-Todesopfern in Oberösterreich stammten 20, demnach nahezu jedes fünfte, aus einem Seniorenheim. 

Exakt 102 Todesopfer rund um Corona zählt die Statistik des Landes Oberösterreich bereits. Davon stammen - mit Stand Dienstagmittag - 20 aus Seniorenheimen. Damit hat sich jedes fünfte Todesopfer, das in Zusammenhang mit Covid-19 erfasst wurde, in einer Pflegeeinrichtung angesteckt. Weitere 59 infizierte Senioren wurden aus Heimen in Spitäler überstellt.

32 Einrichtungen betroffen
In einigen Einrichtungen verbreitet sich das Virus trotz verstärkter Sicherheitsmaßnahmen beim Besuchereinlassschnell. Große Cluster in Linz-Kleinmünchen, Wels und Ried mit teils mehr als 60 Infizierten sind bekannt geworden. Gestern waren insgesamt 32 Einrichtungen in Oberösterreich betroffen, 102 Mitarbeiter und 186 Bewohner nachweislich infiziert.

Gehdrang von Dementen
Hintergrund für die Ausbreitung innerhalb der Heime sind auch infizierte demenzkranke Bewohner, die - bedingt durch ihre Krankheit - einen extremen Geh-Drang haben und im Gebäude unterwegs sind. Eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit ist rechtlich nicht möglich, oft ist die Infektion gar nicht bekannt

2-Stufen-Plan
Inzwischen gibt’s einen 2-Stufen-Plan für die Verwendung von Schutzausrüstung und den Umgang mit Klienten bei Sozialeinrichtungen - derzeit gilt die höchste Warnstufe.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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Mittwoch, 25. November 2020
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