21.10.2020 06:01 |

SPÖ rudert zurück

U-Bahn-Ausbau: Vor Wahl verkündet, jetzt vom Tisch

Vor zehn Tagen fand die Wahl statt. Das erste Wahlversprechen wird von der SPÖ bereits über den Haufen geworfen. In einer Broschüre wurde angekündigt, die U6 bis Stammersdorf und die U3 bis Kaiserebersdorf bzw. Schwechat zu verlängern. Nach „Krone“-Rückfrage heißt es, dass daraus so schnell nichts wird.

In einer Broschüre unter dem Titel „Unser Wien in besten Händen“ listete die SPÖ ihre bisherigen Erfolge auf. Gleichzeitig werden unter dem Motto „Fünf Punkte, auf die wir noch stolz sein werden“ zukünftige Projekte angekündigt. Beim Thema Mobilität finden sich an erster Stelle die U-Bahn-Verlängerungen. Passenderweise betreffen sie Floridsdorf und Simmering, jene Bezirke, wo die SPÖ bei der Gemeinderatswahl 2015 noch hinter der FPÖ lag.

„Längerfristige Perspektive“
Nun ist es legitim, vor einem Urnengang Versprechen zu machen. Allerdings sollte man sich nach der Wahl auch daran erinnern. „Das ist eine längerfristige Perspektive“, teilt das Büro von Öffi-Stadträtin Ulli-Sima (SPÖ) mit. Priorität hätten mögliche Straßenbahnverlängerungen ins Umland. Im Klartext: So schnell wird da nichts passieren.

Ausbau in Broschüre und auf Homepage reingerutscht
In der SPÖ ist noch eine andere Geschichte zu hören. Die Broschüre sei vor dem Erscheinen nicht aufmerksam genug gelesen worden und der „Öffi-Ausbau“ reingerutscht. Offenbar nicht nur dort: Auch auf der SPÖ-Wien-Homepage fand sich am Dienstag noch der U-Bahn-Ausbau in der Langfassung des Wahlprogramms.

Philipp Wagner, Kronen Zeitung

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