Champions League

Das Salzburger Stadion als Hochsicherheitstrakt

Meister Red Bull Salzburg tüftelte monatelang an passablen Zuseher-Konzepten für den Champions-League-Hit gegen Tel Aviv. Die Hygiene-Maßnahmen haben bei den Heimspielen oberste Priorität! Erhältliche Karten wurden und werden vor jeder Partie per Auslosung ermittelt.

Triste Zeiten für Fußballbegeisterte - auch für jene in Salzburg. In normalen Zeiten hätten gegen Maccabi Tel Aviv 30.000 Fans in der Arena mit ihren Helden um den erstmaligen Champions League-Einzug mitfiebern. Der Europäische Fußballverband hat sich aber früh positioniert: Coronabedingt sind bis auf weiteres keine Stadion-Zuseher erlaubt. Wenn Geschichte geschrieben werden sollte, wird zu Hause vor den TV-Bildschirmen gejubelt.

Logisch, dass um die verbliebenen Möglichkeiten, ein Spiel live vor Ort zu erleben, ein Run entstanden ist. Salzburg tüftelte monatelang an Konzepten, wie man Fans einen sicheren Stadion-Besuch ermöglicht.

Die Eckpfeiler: Es werden pro Sektor nur 300 Personen im Schachbrettmuster Platz finden, die Mehrzahl der 52 Eingangsspuren geöffnet, alle Toiletten aufgesperrt. Wann immer man auf den Beinen, also in Bewegung, ist, herrscht im Stadion Maskenpflicht. Hilfreich für die Rückverfolgung im Corona-Fall: Salzburg kennt alle seine Zuseher. Das Stadion? Ein Hochsicherheitstrakt!

Geld-zurück-Maßnahme
Mit diesen Plänen hätte man 10.000 Besucher empfangen können. Dann senkte die Bundesregierung das Limit auf 3.000 Zuseher herab. Die Konsequenz: 9.500 Dauerkarten-Besitzern wurde das Geld zurückgegeben. Vor jedem Bundesliga-Heimspiel werden seither online per Auslosung unter ihnen 1.500 Personen ermittelt, die mit einer Begleitperson Zutritt erhalten. Der organisatorische Mehraufwand ist enorm, die Einbußen sind riesig. Für den Klub wie das Fan-Gros bleibt nur die Hoffnung, dass der Corona-Wahnsinn irgendwann ein Ende nimmt.

Valentin Snobe, Kronen Zeitung

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Dienstag, 27. Oktober 2020
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