23.09.2020 19:00 |

Ski alpin

Vor Sölden: Die Hirscher-Tipps saugt Leitinger auf

Trotz Materialwechsel im Corona-Jahr: Riesentorlauf-Spezialist Roland Leitinger freut sich schon auf den Weltcup-Saisonstart in Sölden. Wie der 29-jährige Pinzgauer vom neuen prominenten Trainerduo Mike Pircher/Ferdinand Hirscher profitiert und warum er die Kirche nun meidet.

Neues Material (Salomon nach über 20 Jahren Fischer), neue Trainer – und das im verrückten Corona-Jahr. Bei Roland Leitinger vom SC St. Martin/Lofer blieb kein Stein auf dem anderen. Aber dennoch steigt beim 29-Jährigen die Vorfreude auf den Weltcup-Auftakt in Sölden in knapp drei Wochen. Österreichs bester Riesentorläufer der ersten Nach-Hirscher-Saison (17. in der Disziplinenwertung) ist guter Dinge.

Körperlich stabiler
„Es sind noch Hausaufgaben zu machen. Aber es fühlt sich ganz gut an. Gegenüber dem Vorjahr bin ich vom Körperlichen stabiler, auch skitechnisch hat es ganz gut hingehaut.“ Was mit dem neue Trainerduo Mike Pircher & Ferdinand Hirscher zu tun hat – die Erfolgsgaranten des einstigen Giganten Marcel Hirscher. „Unsere ganze Gruppe blieb 2019/20 hinter den Erwartungen. Sie probieren alles, dass wir vorwärts kommen.“

Viel direktes Feedback
Während Pircher vor allem Planung und Koordination der Trainingskurse übernimmt, kriegt Leitinger von Ferdl Hirscher quasi bei jedem Trainingslauf Rückmeldungen direkt an der Strecke. „Ich frage viel nach, auch beim Material. Er hat mit dem Weltbesten gearbeitet. Ich wäre ja blöd, wenn ich von diesem Wissen nicht etwas aufsauge“, hofft Roli auf Fortschritte. Vor allem in der Konstanz. Der Vize-Weltmeister von 2017 hat Laufbestzeiten hingeknallt, aber zu selten seine Schnelligkeit ins Ziel gebracht. Woran wurde konkret gearbeitet? „Vor allem an der Position am Ski. Die Gefahr ist, zu sehr auf die Innenseite zu kippen. Da gilt es, die Hüfte gut zu positionieren.“

Bereits 35 Schneetage
Vor Sölden will er vor nun allem eines vermeiden: einen positiven Corona-Test. Neun negative (vor und nach jedem Camp) hat er bei etwa 35 Schnee-Trainingstagen seit Mai abgelegt. Auch privat wird der Rapid-Fan aus diesem Grund nun wieder zurückhaltender. „Als Zuschauer auf dem Fußballplatz oder in der Kirche werde ich mich rar machen.“

Herbert Struber
Herbert Struber
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