22.09.2020 13:10 |

Neue Studie

Regionale Lebensmittel schaffen Arbeitsplätze

Kleine Veränderung im Einkaufsverhalten können eine große Wirkung auf die heimische Landwirtschaft haben, wie nun eine neue WIFO-Studie belegt. Wenn jeder steirische Haushalt im Monat im Wert von 3,50 Euro mehr heimische statt internationale Lebensmittel kauft, schafft das in der Steiermark 500 neue Arbeitsplätze.

Die Corona-Pandemie hat den Trend zu regionalen Lebensmitteln verstärkt. Erstmals hat nun das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) die Wertschöpfungskette „Agrargüter und Lebensmittel“ untersucht und bei einem vermehrten Einkauf von heimischen Lebensmitteln, positive Wirkungen auf die Arbeitsplätze und eine Stärkung der Regionen herausgefunden: Knapp 60.000 Arbeitsplätze und somit fast zehn Prozent aller steirischen Arbeitsplätze liegen in diesem Sektor. 

Kleine Veränderung - Große Wirkung
„Eine kleine Veränderung im Einkaufsverhalten hat große Wirkungen auf die Arbeitsplätze, stärkt die Regionen und schont das Klima“, betont Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher: „Werden nur um ein Prozent mehr regionale Lebensmittel statt internationaler konsumiert, können so in der Steiermark rund 500 Arbeitsplätze geschaffen werden und die Regionen würden mit 18 Millionen Euro an zusätzlicher Wertschöpfung gestärkt werden. Setzt also ein Zeichen und kauft heimisch!“

„Kostenwahrheit“ bei Importen
Eine klare Position nimmt Titschenbacher auch in Zusammenhang mit Lebensmittel-Importen ein:„Im Produktpreis weitgereister Lebensmittel sind die Umwelt- und Klimakosten nicht einberechnet. Hier ist für Kostenwahrheit zu sorgen. Außerdem müssen für Übersee-Importe dieselben Produktionsregeln gelten wie in Europa. Die heimischen Bauern und die EU-Bauern brauchen in der gemeinsamen EU-Agrarpolitik und mit dem Green Deal praxistaugliche und vergleichbare Regeln.“

Kennzeichnungspflicht
Zudem wird einmal mehr die Umsetzung der neuen Kennzeichnungspflicht bei verarbeiteten Lebensmitteln gefordert - sowohl im Supermarkt als auch in der Großküche. LK-Vizepräsidentin Maria Pein verlangt daher mit Nachdruck, „die im Regierungsprogramm verankerte Kennzeichnungspflicht endlich umzusetzen. Der Ball liegt beim Gesundheitsminister.“

Bei der Woche der Landwirtschaft (ab 27. September) und den anschließenden Aktionstagen vor Supermärkten (ab 1. Oktober) verfolgt man daher ein klares Ziel:„Die Konsumenten für heimische Lebensmittel zu begeistern und auf jene Herkunfts- und Qualitätszeichen hinzuweisen, die auch heimische Qualität garantieren“, so Kammerdirektor WernerBrugner.

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