Wenn's hoch herkommt, war es vielleicht zusammen eine Woche, die die Wahlmanager den beiden Politspiten zum Ausspannen gegönnt haben. Also, Montag war erste Regierungssitzung. Und was stand an? Eine Resolution gegen Atomkraftwerke in Italien. Umweltlanderat Manfred Wegscheider wird sie am Donnerstag in Venedig der dortigen Provinzregierung überreichen. Dem Vernehmen nach zittert Silvio Berlusconi (im Bild) bereits vor den Steirern, traut sich gar nicht mehr vor die Tür des Palazzo Chigi, seines römischen Regierungssitzes...
Voest will 120 Arbeitsplätze schaffen
"Brotlaib" der Steiermark ist er, der Erzberg. Der Sage nach hat ein (ins Netz gegangener) Wassermann seinen Fischern Gold, Silber oder "Eisen für immerdar" für seine Freilassung angeboten. Und die Fischer waren Vifzacks. Der Erzberg hat zwar eine wechselvolle (wirtschaftliche) Geschichte hinter sich, aber im Grunde war das mit dem Eisen schon eine g'scheite Sache. Jetzt geht's gerade wieder steil bergauf. Die Voest will 200 Millionen Euro investieren, 120 neue Arbeitsplätze schaffen, um Eisen-Pellets zu produzieren. Landesrat Christian Buchmann hat den Antrag eingebracht, Landeshauptmann Franz Voves applaudiert. 5,6 Millionen gibt's Förderung. Weil sinnvoll - einstimmig.
So viel Einigkeit mitten im Wahlkampf, das geht dann doch nicht. Also rückte Christopher Drexler, ÖVP-Klubchef, in Sachen Förderskandal Zeltweger Eishockeyklub aus. 1966, drei Jahre vor der ersten Mondlandung, seien die Gemeindefinanzen dort zuletzt geprüft worden: "Ein rotes Sittenbild!"
"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
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