Die Häuser sind zwischen zehn und 50 Jahre alt, bei der Errichtung sind alle Auflagen der Baubehörde erfüllt worden. Es müsste also alles in Ordnung sein. War es auch, bis vor einigen Wochen plötzlich Wasser in die Keller der Siedlung eindrang - und nicht mehr wegzubringen war. Die Menschen wissen nicht mehr, was sie tun sollen, viele von ihnen lassen sich bereits vom Arzt Beruhigungspillen verschreiben: "Wir sind mit den Nerven am Ende."
Zusätzliche Angst haben sie vor der nächsten Stromrechnung, denn mehrere Pumpen pro Haus fressen viel Energie. Einige Leute mussten ihre Heizungen im Keller anheben lassen, da diese bereits im Wasser standen.
Die Ursache der Flut ist das Grundwasser. Zur Bewässerung des Marchfeldes wurde nämlich entlang des Marchfeldkanals der Spiegel angehoben. Dazu kommt noch Wasser aus einer mit Spundwänden abgesicherten Altlast-Deponie. Dieses wird gereinigt und ins Grundwasser zurückgeleitet. Überdies sorgten die starken Regenfälle im Sommer für eine weitere Verschärfung der Situation. Bezirksrat Hans Jörg Schimanek bemüht sich um rasche Hilfe für die Wasseropfer: "Die Behörden dürfen da nicht einfach den Kopf in den Sand stecken."
von Erich Vorrath, Kronen Zeitung
Symbolbild
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