17.07.2020 15:00 |

Michaela Dygruber

„Ich würde meinen Weg genauso wieder gehen“

Mit nur 25 Jahren beendete Slalom-Ass Michaela Dygruber ihre Karriere.

Skirennläuferin Michaela Dygruber hatte sich zum Ziel gesetzt, noch ein Jahr alles zu geben, um den Sprung in die Weltspitze zu schaffen.

In den letzten Wochen reifte jedoch ein Prozess in ihr, der zum Karriereende führte. „Es sind dann aber ein paar Gründe zusammengekommen“, erklärt die 25-Jährige.

Dygruber gelang viermal der Sprung in die Punkteränge
Die viermal Weltcuppunkte eroberte, dazu Slalom-Bronze bei den Österreichischen Meisterschaften 2019. Der Tag ihres Rücktritts war für die Rußbacherin auch eine gewisse Befreiung. „Jetzt wissen es alle.“

„Ich würde meinen Weg genauso wieder gehen“
Oft wurde sie zurückgeworfen, lief es sportlich nicht (zuletzt verlor sie ihren Kaderstatus), kämpfte sie mit Verletzungen.

„Ich habe so viele Tiefen erlebt - ich wollte mir das nicht noch einmal antun“, erklärte Dygruber. Dennoch bereut sie nichts und würden ihren Weg „genauso wieder gehen. Ich würde nur versuchen, es zwischendurch mehr zu genießen.“

Viele Salzburger Rücktritte
Damit reihte sie sich in die lange Liste der Salzburger ein, die in den letzten eineinhalb Jahren die Skier an den berühmten Nagel gehängt haben. Von Veith und Hirscher über Schörghofer bis zu Dürager, Arzt und Dujakovic kamen dem Landesverband zahlreiche Asse abhanden.

„Wenn ich vergleiche, wie viele Kinder früher gefahren sind und wie wenige es heute tun, mache ich mir schon Sorgen“, sagt Dygruber. Die ihren Fokus noch mehr auf ihr Betriebswirtschaftsstudium legen, dazu den Skinachwuchs fördern will.

Am Donnerstag ließ die Tennengauerin die Seele baumeln, genoss die Abschiedsfeier mit ihrer Trainingsgruppe.

Christoph Nister
Christoph Nister
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