Künstliches Koma

Überleben von Pilot grenzt an ein Wunder

Dass Werner A. noch am Leben ist, grenzt an ein Wunder. Der Hobby-Pilot aus Leonding war in seinem Segelflieger mit etwa 140 Stundenkilometern in Linz in die Donau gestürzt, war bis zur Rettung rund zehn Minuten unter Wasser. Jetzt liegt der 51-Jährige auf der Intensivstation im künstlichen Koma.

Einen technischen Defekt am Segelflieger schließt die Flugunfallkommission aus. Es sieht danach aus, als hätte Werner A. schon nach dem Start Probleme bekommen, war hinter dem Zugflugzeug am Seil statt gerade zu gleiten, nach oben und unten gependelt und habe dann noch die Bremsklappen betätigt. Damit riss die Strömung und der Auftrieb ab, die „Ventus“ drehte sich über die rechte Tragfläche, stürzte senkrecht aus 80 Metern Tiefe in die Donau. Ob das Schleppseil vorm oder während des Absturzes riss, ist noch ungeklärt.

Schwerste Kopfverletzungen
Warum die Maschine des mit rund 400 Flugstunden durchaus erfahrenen Piloten ins Trudeln geraten war, kann vermutlich nur Werner A. selbst erklären. Dass er überhaupt noch lebt – auch für die Retter fast nicht zu glauben. Er hat schwerste Kopfverletzungen erlitten, dürfte nach dem Aufprall nicht mehr geatmet haben oder sein Kopf war in einer Luftblase im zerstörten Cockpit. Sonst wäre der 51-Jährige bis zu seiner Rettung durch zwei Flieger-Kollegen in der Donau ertrunken.

Folgeschäden nicht abschätzbar
Das Duo musste die havarierte Maschine zuerst in Ufernähe ziehen, bis sie stehen konnten und erst dann konnten sie den Piloten bergen und am Ufer wiederbeleben. Die kommenden Tage sind kritisch, Werner A. ist weiter im Kepler-Klinikum in Lebensgefahr. Erst wenn er aufwacht wird klar, ob und wie stark etwa das Hirn geschädigt wurde.

Markus Schütz
Markus Schütz
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