02.07.2020 12:26 |

„Kann schnell gehen“

Kurz spricht wieder mit „First-Mover-Countries“

Am Donnerstag hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wieder mit den sogenannten First-Mover-Countries gesprochen, die in der Corona-Krise besonders schnell weitreichende Maßnahmen getroffen haben, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Im Gespräch mit den „Smart 10“ ging es um die Reaktion auf eine mögliche zweite Welle und wie man regionale Ausbrüche auf einem niedrigen Niveau halten kann. Dass es beim Infektionsgeschehen auch „schnell gehen“ könne, zeige das warnende Beispiel Israel, wo man die Corona-Krise schon gut unter Kontrolle gehabt hätte aber nun wieder mit bis zu 1000 Neuinfektionen pro Tag zu kämpfen hätte.

„Es war spannend zu sehen, dass wir alle in Wahrheit vor derselben Herausforderung stehen und dass uns alle dieselben Fragen plagen“, sagte der Bundeskanzler. Dabei gehe es etwa um die bestmögliche Reaktion auf eine mögliche zweite Welle und wie man es schaffen könne, regionale Ausbrüche auf einem niedrigen Niveau zu halten und „alles zu tun, damit es nicht zu einem Flächenbrand wird.“

Infektionen in Israel steigen wieder an
Die internationalen Beispiele der anderen „Smart-Countries“ würden zeigen, wie schnell es beim Infektionsgeschehen gehen könne. Israel habe zwar zu Beginn der Corona-Krise besonders gut und früh gehandelt, mittlerweile aber wieder „mit starken Neu-Infiziertenzahlen bis zu knapp 1000 pro Tag“ zu kämpfen. Israels Premier Benjamin Netanyahu verglich die Entwicklungen bei der Bekämpfung der Corona-Krise mit einer „Ziehharmonika“, der anhand dieses Beispiels das Auftreten von „zweiten, dritten oder vierten Wellen“ beschrieb.

Frage nach der Reisefreiheit
„Wir haben uns daher darüber ausgetauscht, welche Möglichkeiten es gibt, um ein bestmögliches Containment sicherzustellen.“ Außerdem habe man darüber gesprochen, wie man mit der gestiegenen Reisefreiheit umgehen solle und die Erfahrungen im Tourismus besprochen.

30 Mio. für Impfstoff-Forschung
Zusätzlich sei man Teil einer internationalen Allianz zur Erforschung eines Corona-Impfstoffs, zu der Österreich auch 30 Millionen Euro beigetragen habe, um „hoffentlich schnellstmöglich zu einem Impfstoff zu kommen“. Das Gespräch habe der Kanzler als sehr positiv empfunden, weshalb er den Austausch auch in Zukunft fortsetzen möchte.

Bei der vierten derartigen Videokonferenz waren die Regierungschefs der folgenden Länder dabei: Andrej Babis (Tschechien), Kyriakos Mitsotakis (Griechenland), Erna Solberg (Norwegen), Benjamin Netanyahu (Israel) und Carlos Alvarado (Costa Rica) sowie Scott Morrison (Australien). Dänemark, Neuseeland und Singapur waren auf Expertenebene vertreten.

Martin Grob
Martin Grob
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