01.07.2020 13:00 |

Spendlhofer vorm Aus?

Eine sauteure Schlammschlacht droht

Bei Bundesligist Sturm wird bereits eifrig am angekündigten Neuaufbau gearbeitet. Ein Verteidiger wurde bereits verpflichtet, ein zweiter läuft derzeit in Messendorf Probe. Viel diskutiertes Thema ist unter den Fans auch die Ausbootung von Lukas Spendlhofer.

Mit Gorenc-Stankovic einen Innenverteidiger fix verpflichtet, mit Drame wird ein weiterer zentraler Abwehrspieler getestet. Wo Sturm seinen ersten Impuls puncto Kaderänderungen setzen will, ist sonnenklar. Diese Entwicklungen müssen auf der anderen Seite Lukas Spendlhofer zu denken geben. Nach der Ausbootung des Abwehr-Routiniers, seit 2014 im schwarz-weißen Dress und mittlerweile in Graz daheim, meldete sich dessen Berater Thomas Solomon zu Wort.

Spendlhofers Manager reagiert
Der im Raum stehende Vorwurf, die Entscheidung für Spendlhofers Degradierung sei aus dem Vorstand gekommen, erzürnt den Manager. „Hier wird Druck ausgeübt und Lukas wurde als Sündenbock auserkoren. Hier machen Machthabende den Fußball kaputt. Man sollte den Ursachen besser sachlich nachgehen. Ohne Lukas hat Sturm die letzten vier Spiele verloren!“, so der Deutsche, der auch den finanziellen Aspekt der Ausbootung in den Raum stellt.

„Lukas hat noch zwei Jahre Vertrag, hier geht’s um eine Summe von über 600.000 Euro! Lukas ist 27 Jahre, in Graz verwurzelt, warum soll ich so einen Spieler aktiv transferieren wollen? Wenn es sein muss, wird er bleiben!“, schickt Solomon mit.

Bei Sturm hat man deswegen keine Sorgenfalten. „Ich hab mich noch nie in Aufstellungen eingemischt“, gibt Boss Christian Jauk zu Protokoll. „Wir wollen und wir werden einfach Dinge verändern“, bestätigt der Präsident den eingeschlagenen Kurs. Der im Falle Spendlhofers, unter dem Gespann Kreissl-Mählich mit neuem Vertrag ausgestattet, sehr wohl in Absprache mit der sportlichen Leitung festgesetzt worden sein soll.

„Seine Leistung war dünn, es war eine sportliche Entscheidung. Zudem hat er sich Fehltritte geleistet“, sagt Andi Schicker. „Derweil ist er draußen, abwarten, was passiert.“ Zwischen den Zeilen gelesen? Spendlhofer wird nicht mehr für Sturm spielen. Und alles was bleibt, ist eine sauteure Schlammschlacht...

Georg Kallinger
Georg Kallinger
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