Nach einer langen Partynacht krachte ein 29-Jähriger in Niederösterreich mit dem Auto gegen eine Unterführung. Der Polizei schilderte er aber anfangs eine ganz andere Version. Ebenso wie ein 23-Jähriger, der nach einer Prügelei angeblich ausgeraubt wurde.
„Ich wurde beim Einsteigen ins Auto von hinten mit der Faust attackiert“, schildert ein 29-Jähriger völlig aufgebracht um 6 Uhr früh der Polizei in Krems. Daraufhin sei der Angreifer in den Pkw gestiegen und mit diesem davongebraust. Mutig habe er die Verfolgung aufgenommen – und wie es der Zufall so wollte, habe er das Auto tatsächlich nur wenige Hundert Meter entfernt entdeckt. Völlig zerstört. Der Täter sei nicht mehr in der Nähe gewesen.
Betrunken ans Steuer gesetzt
Kein Wunder, diesen hatte es auch gar nicht gegeben. Denn das vermeintliche Opfer verstrickte sich im Gespräch mit den Beamten immer mehr in Widersprüche. Bis rasch klar war: Den Unfall hat der 29-Jährige selbst verursacht. Er hatte sich nach einer langen Partynacht mit rund einem Promille ans Steuer gesetzt und war wenig später gegen die Unterführung gekracht. Nun muss sich der Verdächtige wegen falscher Beweisaussage verantworten. Seinen Führerschein ist er vorläufig auch los.
Aus Angst „ausgeraubt“
Ebenfalls eine erfundene Geschichte tischte ein 23-Jähriger der Polizei auf. Er sei in einer Wachau-Gemeinde überfallen worden. Drei Unbekannte hätten ihm die Geldbörse und das Handy gestohlen und wären danach mit einem dunklen Pkw geflüchtet.
Die Wahrheit kam auch da ans Licht: Der junge Mann hatte sich zuvor geprügelt. Weil er keine Ahnung hat, wer die anderen waren, und er Angst vor möglichen rechtlichen Konsequenzen hatte, hatte er sich den Überfall ausgedacht. Ihm wird nun Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung vorgeworfen.
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